Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Hongkongs Gesetze durch Pekings „Schwarze Listen” in Frage gestellt

Pressemitteilung: 02.07.2002

Mehr als 100 Bürger aus etwa 11 Ländern wurden ohne Erklärung abgewiesen

Am Abend des 29. Juli wurden auf dem Flughafen von Hongkong mehr als 100 Falun Gong-Praktizierende aus über 11 Ländern an der Einreise gehindert. Am selben Tag übergaben Praktizierende in Hongkong einen Brief an die Regierung der SAR, mit der Aufforderung, die „Schwarze Liste“ des Jiang Zemin-Regimes abzulehnen und Praktizierenden die Einreise nach Hongkong auch während des Staatsbesuches von Jiang Zemin zu gestatten. Unter den abgewiesenen Falun Gong-Praktizierenden befanden sich Australier, Japaner, Franzosen, Schweden, Schweizer, Koreaner, Indonesier, Inder und mindestens 70 Taiwanesen. Sie alle wollten an einer friedlichen Mahnwache und einem Appell gegen die Verfolgung von Falun Gong in China teilnehmen.

Unangemessen harte Behandlung und starke Bewachung auf dem Flughafen Hongkong

Nach Berichten aus Hongkong behandelten die Beamten des „Immigration Department“ die verhafteten Praktizierenden mit ungewöhnlicher Härte. Ihr Gepäck wurde mehrfach kontrolliert und sie standen unter starker Bewachung von bis zu acht Polizisten pro Person.

Sophie Xiao, Sprecherin von Falun Gong in Hongkong, sagte dazu: „Auf diese Weise empfängt eine offene Gesellschaft Menschen, die durch ihren Appell das Leben von Tausenden in China retten wollen? Falun Gong hat in aller Welt friedliche, ordentliche, gesetzeskonforme Appelle durchgeführt. Was könnte Hongkong fürchten, wenn nicht den Zorn von Jiang?“

Viele Beamte in Hongkong drückten den Falun Gong-Praktizierenden gegenüber ihre Sympathie und ihr Verständnis aus: „Wir folgen nur den Befehlen von oben“, sagten sie entschuldigend und: „Ihr habt eine Menge durchgemacht, es tut uns leid.“

Inzwischen haben Falun Gong-Praktizierende in Hongkong während Jiang Zemins Besuch eine friedliche Mahnwache mit Kerzenlicht abgehalten. Zwar wurden sie hinter Absperrungen und Häuser verbannt, aber die internationale Presse hat sie sehr wohl wahrgenommen. Der Appell richtete sich an die chinesische Regierung, die Verfolgung zu beenden und er rief die Regierungen und Menschen in aller Welt zu Mithilfe auf, um die wachsende Zahl von Grausamkeiten durch Jiangs Regime zu stoppen.

Der lange Arm der Kommunistischen Partei macht Demokratien zu Komplizen des Unrechts

Die „Schwarze Liste“ Chinas mit Namen von Falun Gong-Praktizierenden verschiedener Nationalitäten geht um die Welt und führte bereits im Januar 2001 zum ersten Mal zu Einreisebeschränkungen nach Hongkong. Aufgrund dieser Liste, die auch in europäischen Ländern bekannt ist, wurde im Juni 2002 während des Besuches von Jiang Zemin etwa 80 Falun Gong-Praktizierenden die Einreise nach Island verweigert. Dort stellten sich allerdings sowohl die Bevölkerung als auch die Medien schützend und mit Demonstrationen neben die Falun Gong-Praktizierenden.

Andrea Fischer vom deutschen Falun Gong Informationszentrum: „Wenn eine bekanntermaßen friedliche Gruppe irgendwo in der Welt einen öffentlichen Appell an einen Diktator richten will, der für den Tod von Hunderten wenn nicht sogar Tausenden Falun Gong-Praktizierenden verantwortlich ist, und demokratische Regierungen sich seinen willkürlichen Anordnungen beugen, machen sie sich dann nicht zu Komplizen des Unrechts? Wo wird das hinführen? Wie viele unschuldige Menschen müssen noch sterben, bevor Jiangs Verfolgung beendet ist?“