Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Erste Erfolge des Internationalen Falun Gong-Rettungskomitees: Raumfahrtingenieurin vorzeitig aus chinesischem Arbeitslager entlassen

Pressemitteilung: 13.02.2003
Die chinesische Raumfahrttechnikerin Yang Yueli, die sich seit Dezember 2001 wegen Ausübung von Falun Gong in einem chinesischen Arbeitslager befand, konnte aufgrund der Bemühungen des "Internationalen Rettungskomitees für Falun Gong-Praktizierende und ihre Angehörigen" am 6. Februar 2003, bereits vier Monate vor ihrer geplanten Entlassung, ihre Freiheit wiedererlangen.

Zhendong und seine Mutter, Yueli Yang.
Dies ist die achte erfolgreiche Rettungsaktion des internationalen Rettungsteams für Verwandte und Freunde im Ausland lebender Falun Gong-Praktizierender. Das Komitee wurde im Juli 2002 gegründet und arbeitet national und übernational zusammen mit Regierungen und Hilfsorganisationen, um zu Unrecht inhaftierte Falun Gong-Praktizierende in China zu befreien.

Yang Yueli, 63 Jahre alt, pensioniert, war 1960 eigens vom „Vater des chinesischen Raumfahrtprogramms“, Qian Xuesen, für die Forschung in der chinesischen Raumfahrttechnologie ausgesucht worden, sie arbeitete mit bei den Forschungen rund um den ersten Satelliten Chinas, den "Dong Fang Hong", und erhielt 1980 eine Auszeichnung vom Nationalen Verteidigungsrat für ihre hervorragende Arbeit bei dem Raketenprojekt "Langer Marsch Nr.3". Sie praktiziert seit 1996 Falun Gong.

Am 7. Dezember 2001, als sie ein Visum zum Besuch ihres Sohnes in Kanada beantragen wollte, brachte man sie ins Dongcheng Untersuchungsgefängnis in Peking. 41 Tage später wies man sie für eineinhalb Jahre Zwangsarbeit in das Arbeitslager Tuanhe ein. Dann wurde sie im Pekinger Frauen-Arbeitslager interniert. Der Sohn von Yueli, Zhendong Yueli, berichtete, dass die chinesische Polizei bis heute keinerlei gesetzliche Unterlagen für ihre Inhaftierung vorgelegt habe. Mehr als vier Monate lang erhielt er keine Auskunft über seine Mutter und durfte sie weder besuchen, noch ihr Kleidung und Lebensmittel bringen. Er wusste nicht einmal, ob sie noch am Leben war.

Nach der Verhaftung Yuelis arbeiteten Falun Gong-Praktizierende aus Übersee zusammen mit der kanadischen Regierung, dem Außenminister, Parlamentsmitgliedern, der kanadischen Botschaft in Beijing und einigen anderen internationalen Organisationen gemeinsam für ihre Freilassung und bessere Haftbedingungen. So zum Beispiel hat das Arbeitslager Frau Yueli im Sommer eine klimatisierte Zelle zugewiesen.

Internationales Aufsehen wirkt nach China hinein

Die Aktionen des im Juli 2002 gegründeten globalen Falun Gong-Rettungskomitees und Berichte internationaler Medien sowie viele Reaktionen der internationalen Gemeinschaft haben die Situation in den Arbeitslagern deutlich verbessert.

Das ist beispiellos in der Verfolgung, in der die meisten inhaftierten Praktizierenden häufig unvorstellbaren körperlichen und geistigen Folterungen ausgesetzt sind, und es zeigt eindrucksvoll die Wirkung internationalen Einflusses.

Laut eines Berichtes von Voice of America am 25. August 2002 hat der kanadische Außenminister auf einem Treffen mit dem chinesischen Außenminister das Thema Falun Gong besprochen. Im Oktober 2002 hat das kanadische Parlament eine Resolution für die Freilassung von 13 Verwandten kanadischer Praktizierender verabschiedet. Frau Yang Yueli stand ebenfalls auf dieser Namensliste.

Globale Rettungsaktion wird intensiviert

Nach Aussage der Sprecherin des Internationalen Rettungsteams in Toronto, Frau Jin Cong, wird die globale Rettungsaktion intensiviert, zumal inzwischen auch chinesischstämmige Bürger westlicher Länder, die Falun Gong praktizieren, massiv verfolgt werden. So wurde die Australierin Nancy Chen am 22. Januar 2002 in China festgenommen, als sie ihre Familie besuchen wollte. Dank der Bemühungen des Rettungskomitees ist sie inzwischen wieder in Freiheit.

Leider gibt es auch andere Fälle, die noch der internationalen Unterstützung bedürfen:

Der US-Bürger Charles Li wurde ebenfalls am 22. Januar 2002 in China verhaftet worden, nur weil er Falun Gong praktiziert, er befindet sich noch immer in Haft (mehr).

Ein 71 Jahre alter Hongkonger Bürger und Falun Gong-Praktizierender, Herr Chen, wurde in Burma unter Druck des Jiang-Regimes zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er während des Besuches des chinesischen Präsidenten Jiang Zemin zum Jahreswechsel 2001/2002 ein kleines Spruchband mit den Worten „Wahrhaftigkeit - Barmherzigkeit – Nachsicht“ entrollte (mehr).

„Diese Verfolgungskampagne von Jiang Zemin ruiniert das ganze Land“, kommentierte Dr. Shiyu Zhou, ein Pressesprecher des Falun Dafa Information Center New York, Graduierter der berühmten Tsinghua Universität in Peking. „Diese Verfolgung ist darauf angelegt, das Leben zahlloser Menschen zu zerstören, ohne Rücksicht auf ihre Fähigkeiten und ihren positiven Beitrag für die Gesellschaft.“

Auch in Deutschland läuft eine Rettungsaktion für die ehemalige Studentin der Technischen Universität Berlin, Xiong Wei, die im Januar 2002 in Peking auf offener Straße verhaftet wurde.

Viele Bürger und die Bundesregierung setzen sich seither für ihre Freilassung ein. In einem Brief vom 14. November 2002 schreibt uns der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt Herr Gerd Poppe, dass die Botschaft in Peking wegen Xiong Wei mehrmals im chinesischen Außenministerium vorgesprochen hat und ihr Name auf einer Liste mit Menschenrechts-Einzelfällen steht, die der chinesischen Seite am Rande des Gesprächs mit dem Bundeskanzler während des Besuches des chinesischen Präsidenten Jiang Zemin in Deutschland im April 2002 übergeben wurde. In seinem Brief heißt es weiter: „Die Bundesregierung nutzt jede sich bietende Gelegenheit, der chinesischen Seite deutlich zu machen, dass sie keinerlei Verständnis für das harte Vorgehen gegen die Anhänger von Falun Gong in China hat. Ich selbst nutze meine Treffen mit chinesischen Gesprächspartnern auch dazu, auf ein Ende der Diskriminierung und Misshandlung von Falun Gong-Anhängern und deren Freilassung hinzuwirken.“

Neueste Meldung eines weiteren Erfolges der internationalen Rettungsaktionen:

Chen Ruichang, früher stellvertretender Chefredakteur der TV Station der Provinz Guangdong wurde am 15. Januar entlassen, nachdem er zwei Jahre lang unrechtmäßig inhaftiert war. Während der Rettungs-Aktion erhielt das Arbeitslager und die TV Station viele E-Mails und Anrufe aus aller Welt. Australische Abgeordnete wandten sich an ihren Außenminister, der versprach, die Behörden in China zur Freilassung von Chen Ruichang zu bewegen. Dieses weltweite Aufsehen schreckte die chinesischen Behörden auf und hatte offensichtlich Chens Entlassung zur Folge.