Mutige Menschen stellen Öffentlichkeit herDie Falun Gong-Praktizierenden in China befinden sich in großer Not: Ihre einzige Möglichkeit, der Verfolgung entgegenzuwirken, ist die Information der Öffentlichkeit

So gehen sie zum Tiananmen-Platz, wo Touristen und internationale Medien ihre Proteste wahrnehmen können. Viel Zeit, um etwas zu sagen, bleibt ihnen nicht, die Häscher warten schon. Dabei wollen sie keine Regierung stürzen, sie wollen nur mit ihrem Ruf „Falun Dafa hao“ – „Falun Gong ist gut“ der Lügenpropaganda der Regierenden die Wahrheit entgegenstellen.So handelte auch jener Arzt aus Peking, Professor Jiang Yanyong im April, als er die Lügen des chinesischen Gesundheitsministers über SARS entlarvte, nur darauf bedacht, das Leben von vielen zu retten, und sein eigenes Leben und seine Karriere nicht schonte. Die Weltöffentlichkeit fühlte sich von der Lungenseuche bedroht und setzte das Regime in Peking unter Druck. Mit einigem Erfolg.

Ebenso achten einige Falun Gong-Praktizierende nicht auf ihre Sicherheit, sondern informieren die chinesische Bevölkerung und die Weltöffentlichkeit über die Grausamkeit und Ungerechtigkeit der Verfolgung, weil sie keine anderen Möglichkeiten haben, den Tausenden in den Zwangsarbeitslagern und Gefängnissen beizustehen. Sie verteilen in den Häusern Flugblätter, um die Bevölkerung zum Nachdenken zu bewegen. Sie informieren uns im Ausland, damit wir die Tatsachen der Repressalien, der Morde und der Folter öffentlich machen können. Sie hoffen wie jener Arzt bei SARS auf den Beistand aus dem In- und Ausland – sie hoffen auf Gerechtigkeit.

Jeder der folgenden Fälle ist exemplarisch für die Barbarei dieser Verfolgung:
  • Bai Sanyuan, ein 38 Jahre alter Bauer aus der Provinz Gansu; er wurde im Arbeitslager im Jahr 2002 zu Tode gefoltert. Seine Frau befindet sich ebenfalls im Arbeitslager. Ihre zwei Kinder sind seither ohne elterliche Obhut;
  • Zhong Hongxi, ein 48 Jahre alter Bürger der Provinz Liaoning; er starb an den Folgen der Folter, die er erlitten hatte, am 13. April 2003. Sein Haus wurde geplündert und seine Frau entführt, zwei halbwüchsige Kinder blieben allein;
  • Li Kun, eine 66 Jahre alte Bürgerin aus der Provinz Henan, wurde zu Tode gefoltert, weil sie Flugblätter über Falun Gong verteilte. Sie starb im November 2001;
  • Zou Qingyu, 63 Jahre alt; sie starb am 17. April 2003 in einem Arbeitslager in der Provinz Shenyang an einer Gehirnblutung als Folge der erlittenen Folter, ein ärztlicher Beistand wurde verweigert;
  • Qin Shuyan, um die 50 Jahre alt, aus der Provinz Heilongjiang; wurde im April 2002 wegen Praktizierens von Falun Gong verhaftet. Sie wurde zu Umerziehung durch Zwangsarbeit im Wanjia Arbeitslager verurteilt, das für seine schlimme Behandlung weiblicher Falun Gong-Praktizierender berüchtigt ist. Wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes, der durch die Folter, die sie im Arbeitslager erlitten hatte, verursacht worden war, wurde sie später freigelassen. Sie wurde aber weiterhin von der Polizei überwacht und starb drei Monate nach ihrer Freilassung.
  • Sun Yuhua, eine 37 Jahre alte Bürgerin der Provinz Liaoning; Weil sie sich weigerte, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben, wurde Frau Sun Yuhua mit unterschiedlichen Methoden gefoltert, hierzu gehörte Zwangsernährung, lange Zeit auf der "Tiger-Bank" sitzen, Misshandlung mit Elektroschockstäben und Schlaf-Entzug (http://de.yuanming.info/articles/200209/1777.html). Am 11. April, nur eine Woche, nachdem sie in das Dabei-Gefängnis kam, und nach einer besonders schweren Prügelstrafe durch die Polizei-Wachen, verstarb Sun Yuhua. 
Sun Yuhua's Familie wurde am nächsten Tag von ihrem Tod benachrichtigt, wobei ihr Tod als "myokardiale Infektion" gemeldet wurde. Die Familienangehörigen wurden eingeschüchtert, damit sie die Nachricht von ihrem Tod nicht weiter tragen. Die Polizei bemalte Sun Yuhua's Gesicht und Körper in einem erfolglosen Versuch, die Flecken zu vertuschen, die von der vorhergehenden Folter herrührten.
  • Yuan Shumei aus der Inneren Mongolei, trat in einen Hungerstreik, um gegen ihre unrechtmäßige Inhaftierung zu protestieren. Sie wurde im Arbeitslager zu Tode gefoltert, weil sie keine schriftliche Erklärung abgeben wollte, in der sie auf Falun Gong verzichtet.

Amnesty International bestätigt im Jahresbericht 2003 die massive Verfolgung:

Unterdrückung spiritueller und religiöser Gruppierungen
„Angehörige nicht genehmigter spiritueller und religiöser Gruppierungen, zu denen mehrere Vereinigungen der traditionellen Meditationstechnik Qigong und nicht registrierte christliche Glaubensgemeinschaften zählten, wurden weiterhin willkürlich inhaftiert, misshandelt und gefoltert.

Die Unterdrückung der spirituellen Bewegung Falun Gong, die im Juli 1999 als »ketzerische Organisation« verboten worden war, nahm an Intensität zu, insbesondere nachdem Falun-Gong-Anhänger Kabel angezapft und den Satellitenempfang manipuliert hatten, um Botschaften ihrer Bewegung über das Fernsehen zu verbreiten.

Zehntausende von Falun-Gong-Anhängern verblieben in Haft. Die meisten von ihnen waren in Lagern und Haftanstalten zum Zwecke der »Umerziehung durch Arbeit« inhaftiert, einige hat man aber auch in Gefängnisse und psychiatrische Krankenhäuser eingewiesen. Personen, die beschuldigt wurden, Proteste der Falun Gong organisiert zu haben, wurden in offenkundig unfairen Gerichtsverfahren zu Freiheitsstrafen verurteilt. Viele der inhaftierten Falun-Gong-Anhänger liefen Gefahr, misshandelt und gefoltert zu werden, wenn sie sich weigerten, ihrem Glauben abzuschwören. Bis Ende des Berichtsjahres erhöhte sich die Zahl der Falun-Gong-Anhänger, die in der Haft gestorben sein sollen, auf etwa 500.

Zhao Ming, ein Falun-Gong-Anhänger aus Changchun in der Provinz Jilin, gab an, während seiner Haft von Juni 2000 bis März 2002 im Lager für »Umerziehung durch Arbeit« in Tuanhe in der Hauptstadt Beijing (Peking) mit Fäusten traktiert, mit Elektroschlagstöcken gepeinigt, am Schlafen gehindert und zwangsernährt worden zu sein.

Angehörige inoffizieller christlicher Gruppierungen wurden ebenfalls festgenommen und einige von ihnen zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Mehrere erhoben den Vorwurf, im Gewahrsam der Polizei gefoltert und misshandelt worden zu sein.“ http://www.amnesty.de
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