Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Mary Kay Corporation unter Druck der chinesischen Regierung

Pressemitteilung: 02.11.2003
Vor zwei Wochen hat das Falun Dafa Information Center N.Y. detaillierte Informationen darüber bestätigt, dass die Geschäftseinheiten des bekannten Kosmetikunternehmens Mary Kay Corporation in China von den dortigen Behörden unter Druck gesetzt werden. Sie sollen ihre Angestellten und Vertriebsberater zum Unterschreiben einer Erklärung zwingen, mit der diese garantieren, die traditionelle chinesische Praxis Falun Gong weder auszuüben noch zu unterstützen. Wer diese Erklärung nicht unterschreibt, wird entlassen und möglicherweise den örtlichen Behörden gemeldet.
Am 25. Oktober hat Adam Montanaro vom Falun Dafa Information Center N.Y. in einer Pressekonferenz über den Druck seitens der chinesischen Regierung auf die in China tätige Mary Kay Corporation informiert.
Dem Center wurde von chinesischen Quellen bestätigt, dass bereits einige Angestellte und/oder Vertriebsberater der Mary Kay Corporation ihren Arbeitsplatz verloren haben, weil sie sich weigerten, eine solche Erklärung zu unterschreiben.

In einem damit in Zusammenhang stehenden unbestätigten Bericht wurde eine Person, die sich bei einer kürzlich stattgefundenen Sitzung der Mary Kay Corporation in China für Falun Gong ausgesprochen hat, von den chinesischen Behörden festgenommen. Der Aufenthaltsort dieser Person ist noch immer unbekannt.

Dem Center liegen auch unbestätigte Informationen vor, nach denen andere Unternehmen, die in China aktiv sind, ähnlich unter Druck gestellt wurden, Maßnahmen gegen Falun Gong zu ergreifen – sie alle werden erpresst unter dem Vorwand, chinesischen „Gesetzen“ Folge zu leisten.

Mehr als vier Jahre lang hat Jiang Zemin all seine Macht eingesetzt bei dem Versuch Falun Gong „auszulöschen“. Durch staatlich sanktionierte Gehirnwäsche, mutwillige Folter und Mord hat Jiang versucht, 70-100 Millionen Falun Gong-Praktizierende in China dazu zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben. Jiangs Verfolgung, die nach Definition von Artikel 2 der UN-Konvention gegen Völkermord als Völkermord klassifiziert wird, ist inzwischen das Ziel von mehr als einem Dutzend Gerichtsverfahren weltweit.

Die Verfolgung ist rechtswidrig und verletzt sowohl die chinesische Verfassung als auch internationales Recht.

Tatsächlich gibt es in China keine Gesetze, die Falun Gong für unrechtmäßig erklären. Es sind ausschließlich Dekrete der von Jiang kontrollierten Exekutive, die die Grundlage dafür bilden, Falun Gong für „gesetzeswidrig“ zu erklären. Darüber hinaus hat Jiang diese Position allen Regierungsebenen gegen die Entscheidung der Mitglieder des Ständigen Ausschusses des Politbüros als auch des Premierministers aufgezwungen. Durch diese Handlungsweise hat Jiang die Machtbefugnisse, die ihm von der chinesischen Verfassung zugestanden werden, überschritten.

Laut chinesischen Quellen und Aussagen von Opfern hat Jiang die Verfolgung durch eine „Drei-Säulen-Anweisung“ an alle Regierungsebenen umgesetzt:
  1. Vernichtet die Falun Gong-Praktizierenden geistig und körperlich durch systematische, staatlich sanktionierte Zwangsarbeit, Gehirnwäsche, Folter und Mord.

  2. Vernichtet den Ruf der Falun Gong-Praktizierenden durch eine weltweite Medienkampagne, die Falun Gong verteufelt, und stellt Praktizierende fälschlicherweise als Mitglieder eines gefährlichen „Kults“ und als eine Bedrohung für die Gesellschaft dar.

  3. Vernichtet die Falun Gong-Praktizierenden finanziell; dies erlaubt es Jiang, den Falun Gong-Praktizierenden in einem kommunistischen Land, in dem die Regierung entscheidende Kontrolle über Anstellung und Wohnung ausüben kann, die Grundbedürfnisse des Lebens zu verweigern. Praktizierende haben ihre Gehälter oder Pensionen verloren, sie sind aus ihrem Job geflogen und werden aus ihren Wohnungen rausgeworfen. Darüber hinaus unterliegen sie Erpressung, Beschlagnahmung ihres Eigentums, und wenn sie von der Polizei festgenommen werden, sind von ihnen staatlich auferlegte Geldstrafen zu zahlen.
Jetzt werden die Mary Kay Corporation und andere ausländische Unternehmen in China genötigt, die Verfolgungskampagne Jiang Zemins zu unterstützen, indem sie den Aspekt der sogenannten Drei-Säulen-Anweisung „Vernichtet die Falun Gong-Praktizierenden finanziell “ umsetzen – alles unter dem Vorwand, chinesischen „Gesetzen“ Folge zu leisten.

Wir sollten uns daran erinnern, dass es nach Auffassung des chinesischen kommunistischen Regimes genügt, romtreuer Katholik zu sein oder einer christlichen Gemeinde anzugehören, die nicht mit der atheistischen Kommunistischen Partei in Einklang steht, um in China als Mitglied einer „Sekte“ zu gelten und als „illegal“ eingestuft zu werden.

Würden ausländische Unternehmen Folge leisten, wenn die chinesische Kommunistische Partei sie auffordern würde, katholische und andere christliche Mitarbeiter zu entlassen?

Ironischerweise wird die Mary Kay Corporation durch die Nötigung seitens des chinesischen Regimes, die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden im eigenen Unternehmen umzusetzen, gezwungen, ihre eigenen Gründungsprinzipien aufzugeben.

Die Mary Kay Corporation ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Dallas, Texas, das für seine rechtschaffenen Prinzipien und Werte weltbekannt ist, insbesondere in Hinsicht auf die Entfaltungsmöglichkeiten von Frauen.

Aber jetzt, nach den Bemühungen von Mary Kay, etwas auf die Beine zu stellen, das nach unserem Verständnis mit mehr als 120.000 angestellten Chinesinnen ein florierendes Unternehmen genannt werden kann, wird Mary Kay vor die Wahl gestellt, entweder ein gewinnbringendes Unternehmen aufzugeben oder zum Komplizen des Jiang Zemin-Regimes und seiner Nachfolger zu werden, indem es sowohl internationale Gesetze als auch seine eigenen Gründungsprinzipien verletzt.

In der Tat wird so die Mary Kay Corporation – wie andere Unternehmen, die in China ähnlichen Forderungen unterworfen sind – zu einem Opfer der Verfolgung von Falun Gong.

Die Verfolgung von Falun Gong ist sowohl nach internationalen Maßstäben als auch nach der chinesischen Verfassung unrechtmäßig. Es ist unmoralisch und bedauernswert, dass Jiang Zemins Initiative westliche Unternehmen zur Mithilfe bei dieser entsetzlichen, mehr als vier Jahre dauernden Verfolgung zwingt.

Darüber hinaus hat das chinesische Regime eine massive Propagandakampagne in Gang gesetzt, um Falun Gong in China und außerhalb Chinas in Verruf zu bringen. Die Propaganda des Regimes darf nicht dazu führen, dass sein eigenes Volk durch Gehirnwäsche, Folter und Mord zum Abschwören von seinem friedlichen, spirituellen Glauben gezwungen wird.