Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Tägliche Gehirnwäsche als psychische Folter: "Gedankenzertrümmern" - Chinas infame Taktik auch für ausländische Staatsbürger

Pressemitteilung: 17.11.2003

"Ich habe das Schlimmste erlebt, was Menschen machen können", nach 20 Tagen Gehirnwäsche sagte das der aus Peking stammende James Ouyang bereits 2001 der Washington Post

Nun ist Dr. Charles Lee ein Opfer dieser Methode, die darauf abzielt, den Willen einer Person zu brechen, sich der Gesamtheit ihrer Ideale zu bemächtigen und durch das Gedankengut der kommunistischen Partei zu ersetzen. In China heißt das "Gedankenzertrümmern".
Charles Lee, amerikanischer Staatsbürger chinesischer Abstammung und Falun Gong-Praktizierender, flog am 22. Januar 2003 nach Guangzhou, um seine Familie zum chinesischen Neujahrsfest zu besuchen. Er wurde ohne rechtliche Grundlage festgenommen und nach mehr als 50 Tagen in Isolationshaft wurde am 21. März in einem pseudorechtlichen Verfahren zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ende Mai trat Dr. Lee in den Hungerstreik. Er wurde mit Prügelstrafe traktiert, in das Gefängnis-Krankenhaus gebracht und dort brutaler, unsachgemäßer Zwangsernährung unterworfen.

Seine Verlobte, Frau Yeong-Ching Foo (Foto rechts), wurde kürzlich vom US-Konsulat in Shanghai darüber informiert, dass chinesische Behörden ihren Verlobten, Dr. Charles Lee, täglichen Gehirnwäschesitzungen unterziehen. Die Sitzungen sollen Dr. Lee zwingen, sich von Falun Gong loszusagen, und sie finden trotz zahlreicher Proteste des US-Außenministeriums statt.

Der Fall von James Ouyang, wie er von der Washington Post im Jahre 2001 berichtet wurde:

In einem Arbeitslager in Peking befahlen ihm die Wachen, sich mit dem Gesicht zur Wand hinzustellen. Wenn er sich bewegte, erhielt er Schläge mit dem Elektroschockstab. Wenn er vor Ermüdung hinfiel, erhielt er wieder Schläge. Jeden Morgen hatte er fünf Minuten Zeit zum Essen und um auf die Toilette zu gehen. "Wenn ich es nicht schaffte, ging es in die Hose", sagte er. "Und dafür erhielt ich auch wieder Elektroschocks." Am sechsten Tag, so sagte James Ouyang, konnte er durch das Starren auf den drei Zoll von seinem Gesicht entfernten Mörtel nicht mehr richtig sehen. Seine Knie gaben nach, was noch mehr Elektroschocks und Prügel nach sich zog. Schließlich gab er den Forderungen seiner Peiniger nach und sagte sich von Falun Gong los.

In den nächsten drei Tagen schrie James Ouyang Verunglimpfungen gegen die Lehren von Falun Gong gegen die Wand. Beamte gaben ihm weiterhin am ganzen Körper Elektroschocks, und er beschmutzte sich regelmäßig. Schließlich am 10. Tag wurde seine Verdammung der Falun Gong-Gruppe für aufrichtig genug befunden.

Vor laufender Video-Kamera musste er sich wieder gegen Falun Gong aussprechen. James Ouyang verließ das Gefängnis und musste Gehirnwäschesitzungen besuchen. Zwanzig Tage später, nachdem er Falun Gong 16 Stunden pro Tag entgegen seinem Gewissen beschimpft hatte, bestand er die "Prüfung". "Der Druck auf mich war und ist unglaublich", sagte er. "In den vergangenen zwei Jahren habe ich das Schlimmste gesehen, was Menschen machen können. Wir sind wirklich die schlimmsten Tiere auf dieser Erde."

Was bedeutet "Gehirnwäsche" in China?

Diese Gehirnwäsche ist für westliche Leser vielleicht schwer zu begreifen. Es ist eine drastische psychologische Methode, die von der kommunistischen Partei entwickelt und in den heftigen politischen Kampagnen, die im Verlauf der vergangenen fünfzig Jahre über China hinweggefegt sind, mehr und mehr perfektioniert wurde. Es ist ein tiefer Eingriff in die Persönlichkeit, bei dem der Wille der betreffenden Person gebrochen und Ihr Denken, ihre Ideale komplett durch die Ideologie der kommunistischen Machthaber ersetzt wird, es ist eben "Gedankenzertrümmern". Es ist eine der grundlegenden Methoden, durch die Chinas ehemaliger Führer Jiang Zemin die "Zerstörung von Falun Gong" erreichen will.

Die folgenden Methoden werden Berichten zufolge während Gehirnwäschekursen für Falun Gong-Praktizierende eingesetzt:
  • Schlaf-Entzug, Nahrungsentzug, eingeschränkter Zugang zu Toiletten für Tage oder sogar Wochen
  • Aufhängen an den Handgelenken, Prügel, elektrische Schläge, auch an Kopf und Genitalien
  • Angespitzte Bambus-Stäbchen werden durch die Fingerspitzen und Fingernägel getrieben.
  • Sie werden gezwungen Videos anzusehen, in denen die Lehre von Falun Gong verteufelt wird und die eine Vielfalt rhetorischer Tricks enthalten, um den Betreffenden davon zu überzeugen, wie "dumm" er ist, wenn er Falun Gong praktiziert, und wie bösartig die Prinzipien "Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht" sind. Wendet der Praktizierende seinen Blick vom Bildschirm, erhält er heftige Prügel oder Elektroschocks. Die Ausführung dieser Strafen liegt meist in den Händen einsitzender Krimineller, die dadurch ihre Haftzeit verkürzen können.
  • Sie werden aus ihren Jobs gefeuert, in lokalen Zeitungen verspottet, im Gefängnis verprügelt, ihnen wird gesagt, der einzige Weg, herauszukommen sei, im Gefängnislager zu sterben. Todesfälle werden als Selbstmord deklariert. Der einzige Ausweg scheint also die Aufgabe der eigenen Überzeugung zu sein.
  • Familienangehörige werden durch die Drohungen der Behörden eingeschüchtert und gezwungen, die Betroffenen in den Gehirnwäscheseminaren zur Aufgabe ihres Glaubens zu drängen.
Der Mantel des Schweigens

Die Menschen in China wissen zwar, dass Falun Gong verboten ist und dass eine Umerziehungskampagne läuft. Aber offiziell wird behauptet, die "Umerziehung" laufe so sanft ab, "wie ein Lehrer mit dem Schüler oder ein Arzt mit dem Patienten umgeht." Nichts davon ist wahr. Trotz des Mantels der Angst und des staatlich verordneten Schweigens werden immer wieder solche Fälle der Gehirnwäsche unter Gewaltanwendung bekannt.

Dazu das Falun Gong Informationszentrum: "Die Völkergemeinschaft ist über diese menschenrechtsverletzenden Vorgänge in China informiert. Sie kann und darf keine solche Behandlung dulden, ob unter dem Namen Gehirnwäsche oder unter irgendeiner anderen beschönigenden oder rechtfertigenden Bezeichnung."