Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Ein Geschenk für Wen Jiabao

Pressemitteilung: 29.04.2004

Offener Brief an Chinas Premierminister anlässlich seines Besuchs in Deutschland

Sehr geehrter Herr Premierminister Wen Jiabao, wir sind dem chinesischen Volk sehr verbunden, weil in ihm die Kultivierungsschule des Falun Gong seit 1992 zu so großer Blüte gelangt ist, dass sie in viele Länder der Erde und so auch bis in unser Land ausstrahlte. Viele von uns leben schon seit Jahren mit dem inneren und äußeren Frieden, den diese Schule uns schenkt. Dies sehen wir als ein Geschenk an, das hier in einer freien, demokratischen und stabilen Gesellschaftsordnung wachsen und blühen kann.

Gern möchten wir Ihren Besuch nutzen, um Ihnen als Stellvertreter des chinesischen Volkes ein Geschenk zu machen. Es ist die Aussage eines deutschen Polizisten: "Demonstrationen von Falun Gong sind wie kleine Inseln des Friedens."

Wir schenken Ihnen den Anblick und, wenn Sie mögen, auch die persönliche Begegnung mit diesen Inseln des Friedens in den nächsten Tagen in Deutschland. Wir werden in München und Berlin auf öffentlichen Plätzen mit unseren Übungen und Meditationen sichtbar sein. Wir werden dort mit den Medien und mit der Bevölkerung über unseren tiefsten Wunsch sprechen:

Das Ende der Verfolgung von Falun Gong in China.

Wir schenken Ihnen damit den Blick auf einen respektvollen Umgang miteinander von Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und unterschiedlichem Glauben, so ist es hier üblich.

Unsere Transparente werden folgende Botschaften für Sie tragen:
  • Wir grüßen Wen Jiabao
  • Falun Gong ist ein guter Weg
  • Stellt Jiang Zemin vor Gericht 
  • Stoppt die Verfolgung von Falun Gong in China
Im November vergangenen Jahres haben in Deutschland 40 Personen, die den friedlichen Weg des Falun Gong gewählt haben, eine Strafanzeige gegen die chinesischen Verantwortlichen für die Verfolgung gestellt wegen Folter, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord. Diese Strafanzeige wird zur Zeit von der Bundesstaatsanwaltschaft und ihren Organen geprüft.

Solange in China Kräfte in Machtpositionen sind, die diese Gerichtsverfahren zu verhindern suchen, weil sie selbst davon betroffen sein werden, sehen wir es als unsere Verpflichtung an, die freiheitlichen Grundlagen in anderen Ländern zu nutzen, um Gerechtigkeit herzustellen.

Unsere Geschenke kommen aus aufrichtigen und wohlmeinenden Herzen, die Ihnen und dem chinesischen Volk einen Weg in eine blühende Zukunft wünschen.

Wir wünschen uns, dass Sie unser Geschenk annehmen und nach China mitnehmen werden - Falun Gong-Praktizierende aus Deutschland, den 29. April 2004

2. Mai, Mahnwachen in München:
13:00--23:00 Promenadeplatz,
Kontaktperson: 0163 8130 592

15:00--21:30 Max-Josef-Platz,
Kontaktperson: 0160 949 210 93

3. Mai, Mahnwache in München:
6:30 --10:00 Promenadeplatz
Kontaktperson: 0172 994 66 95

3. Mai, Mahnwache und zentrale Kundgebung in Berlin:
14:30 - 21:30, Otto von Bismarck-Allee, Nähe Bundeskanzleramt
Kontaktperson: 01796749427

4. Mai, Mahnwachen in Berlin:
8:30 - 22:00 Nähe Hotel Adlon
Kontaktperson: 0151-12738872

8:00 - 10:30 Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Scharnhorststr. 34 -37
Kontaktperson: 01796749427

16:00 - 22:00 Jannowitzbrücke gegenüber der chinesischen Botschaft
Kontaktperson: 030-5663258


Was ist Falun Gong?

China ist das Ursprungsland dieser tiefgehenden Kultivierungspraxis, die inzwischen in mehr als 50 Ländern der Welt verbreitet ist. Die Schule des Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, lehrt Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht als grundlegende Prinzipien in allen Bereichen menschlichen Zusammenlebens, ein Denken, das seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt ist. Das Praktizieren dieser Lehre in Verbindung mit einer Abfolge von mehreren Bewegungsübungen einschließlich einer Meditation ist für viele Menschen der Schlüssel für ein harmonisches und gesundes Leben geworden.

Aufgrund seiner rasant wachsenden Popularität wurde Falun Gong im Juli 1999 im kommunistischen China verboten. Alle seine Schüler unterliegen seitdem Chinas staatlichem Terror und der Verfolgung, häufig in Form von Einweisung in Zwangsarbeitslager und Nervenkliniken. Gehirnwäsche, Abtreibung und unvorstellbare körperliche Misshandlungen werden als Mittel staatlicher "Umerziehung" eingesetzt. Bisher sind 955 Todesfälle durch Folter in staatlichen Einrichtungen namentlich bekannt. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Das brutale Leben in Zwangsarbeitslagern, ohne ordentliche Gerichtsverfahren dürften seitdem Hunderttausende von Menschen durchlaufen haben, die ihr Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht führen wollen. Alle Lebensbereiche von Millionen von Menschen sind von der Verfolgung betroffen.