Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
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Gao Rongrong starb am 12. Juni 2005. Sie war die 2480. Tote

Pressemitteilung: 22.06.2005

Hohes chinesisches Regierungsmitglied beteiligt

Frau Gao Rongrong, eine 37-jährige junge Frau, die ihrem Gewissen folgend, nach Beginn der Verfolgung von Falun Gong in Peking eine Petition einreichen wollte, wurde dort willkürlich verhaftet und selbst Opfer der Verfolgung. Sie reiht sich in den Friedhof von mehr als 2.500 Folteropfern ein.
Wie zu erfahren war, starb Frau Gao am 12. Juni an den Folgen der Einsperrung, Gehirnwäsche und Folter in der Intensivstation des China Universitätskrankenhauses in der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning. Quellen zufolge war ihr Zimmer und der Eingang des Krankenhauses von Sicherheitsagenten umstellt, deren Aufgabe es war ihren Zustand vor der Außenwelt zu verheimlichen. Personen zufolge, die mit dem Fall vertraut sind, befindet sich Frau Gaos Körper zurzeit in der Wenguantun Beerdigungsstätte in Shenyang. Die chinesische Polizei übt großen Druck auf die Familie von Frau Gao aus, ihren Körper schnellstens zu kremieren, damit der Beweis von Folter zerstört wird.


Das Gesicht der jungen Frau ist durch Brandwunden entstellt

Frau Gao war Buchhalterin am Luxun College für bildende Künste in Shenyang. Zu Beginn der Verfolgung wurde sie wie viele andere Falun Gong Übende auch ihrer Arbeit entraubt. Um für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong zu appellieren begab sich Frau Gao nach Peking. Entgegen jeglicher Gesetzesgrundlage wurde sie verhaftet und mehrere Monate festgehalten.

Im Juli 2003 kam sie in das Longshan Zwangsarbeitslager. Dort wurde sie am 7. Mai 2004, ungefähr 3 Uhr Nachmittags vom stellvertretenden Leiter der Brigade Nr.2, Tang Yubao, und einem dortigen Teamleiter, Jiang Zhaohua, angeblich stundenlang mit Elektrostöcken misshandelt. Die Mitinsassen von Frau Gao berichteten, dass Frau Gaos Gesicht, Kopf und Nacken mit Blasen übersät und ihr Haar mit Blut verfilzt waren.

Verzweifelt versuchte Frau Gao den Tätern zu entfliehen. Sie sprang aus einem Fenster im zweiten Stock und wurde wegen mehrfacher Knochenbrüche in ein Krankenhaus eingeliefert.

Während ihres Krankenhausaufenthaltes wurde sie ständig von der chinesischen Polizei überwacht. Im Oktober 2004, als sie sich genügend erholt hatte, floh sie mit Hilfe von Freunden aus dem Krankenhaus um möglicher gewaltsamer Entführung durch die Polizei und weiterer Folter zu entkommen. Fotos von ihrem entstellten Gesicht gingen um die Welt.


Einer der ranghöchsten Regierungsmitglieder eingeschaltet um die Folgen der Folter an Frau Gao vor der Öffentlichkeit zu vertuschen

Als der Fall von Frau Gao der internationalen Gemeinschaft bekannt wurde, erhöhte sich der Druck auf die chinesischen Machthaber. Das Mitglied des ständigen Ausschusses des Politbüros, Luo Gan, schaltete sich persönlich ein um weiteren Enthüllungen entgegen zu wirken.

Durch das "Büro 610" und unter der direkten Anweisung von Luo Gan wurde eine beispiellose Jagd auf den "Fall Nummer 26" so wurde Frau Gao Rongrong genannt, eingeleitet. Alle Falun Gong-Praktizierenden aus ihrer Umgebung wurden verhaftet und gefoltert. Das ganze Umfeld wurde durchkämmt. Mit falschen Radiomeldungen wurde die Bevölkerung alarmiert sie zur Polizei zu bringen, weil sie vermeintlich ein besonderes Medikament brauchte.

Am 6. März 2005 hat das "Büro 610" sie erneut verhaftet und im berüchtigten Masanjia Arbeitslager interniert. Von dort brachte man sie am 6. Juni ins Universitäts-Krankenhaus.

Am 12. Juni starb Frau Gao - schwer bewacht - schließlich an den Folgen ihrer Verfolgung.