Wiederholt sich das tragische Schicksal des Falun Gong-Praktizierenden JIANG Renzheng aus Deutschland?Frau RONG Lingna Abschiebung aus England entscheidet zwischen Leben und Tod in China.

28.08.2005verfolgung
In Großbritannien steht Frau RONG Lingna (42) kurz vor der Abschiebung in ihr Heimatland China, trotz der Gefahr, dort aufgrund ihres Ausübens von Falun Gong verhaftet, gefoltert und vielleicht sogar getötet zu werden. Seit ihrer Ankunft in Großbritannien im Jahr 2003 nahm Frau Rong bei vielen Falun Gong Aktivitäten und friedlichen Appellen für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong teil. Ehemalige hochrangige chinesische Beamte bestätigten die Verfolgung von Falun Gong und das Ausspionieren von Praktizierenden im Ausland. Droht ihr nun das gleiche Schicksal wie JIANG Renzheng, der aus Deutschland nach China abgeschoben wurde und nun ohne Gerichtsverfahren für drei Jahre in einem Zwangsarbeitslager interniert ist?

Die Verfolgung von Falun Gong in China und die Überwachung von Falun Gong-Praktizierenden im Ausland wurden bestätigt durch die Aussagen von CHEN Yonglin, vormaliger Erster Sekretär am chinesischen Konsulat in Sydney, und von HAO Fengjun, ehemaliger Beamter des "Büro 610" (http://www.faluninfo.de/346.0.html). Deshalb ist es höchstwahrscheinlich, dass Frau Rong auf der schwarzen Liste der KP Chinas steht.

Beamte der chinesischen Botschaft wurden dabei fotografiert, wie sie Falun Gong-Praktizierende bei einem friedlichen Appell in London filmten (http://www.clearharmony.net/articles/200301/9644.html).

Aus Deutschland wurde am 7. März 2005 ein chinesisches Ehepaar mit zwei kleinen Kindern nach China abgeschoben. Der Mann, Herr JIANG Renzheng, wurde dort nach vierwöchiger Überwachung tagelangen Verhören ausgesetzt und schließlich verhaftet und in ein Zwangsarbeitslager interniert (/2005/04/11/nach-china-abgeschoben-ins-arbeitslager-eingewiesen. Wie in solchen Fällen üblich, wurde er mündlich und ohne Gerichtsverfahren zu drei Jahren "Umerziehung durch Arbeit" verurteilt. Unseren Informationen zufolge ist er zurzeit gezwungen, mit zehn Kriminellen eine Zelle zu teilen. Herr Jiang wurde mit Hilfe von zwei Mitinsassen der im Arbeitslager üblichen Gehirnwäsche ausgesetzt. Beamte der Staatssicherheit erklärten Jiangs Vater gegenüber, sein Sohn würde bis zu seiner Aufgabe von Falun Gong eingesperrt bleiben. Frau Guo, die Ehefrau von Herrn Jiang, versteckt sich aus Angst. Die chinesischen Behörden behaupten, der angeführte Grund für Jiangs Asylantrag sei völlig frei erfunden und dass Falun Gong-Praktizierende in China nicht verfolgt würden. Obwohl sich die Bundesregierung für die Familie Jiang/Guo einsetzt, befindet sich Herr Jiang immer noch im Arbeitslager.

Die Sprecherin des Falun Gong Informationszentrums, Frau Andrea Fischer, kommentierte: "Wir hoffen, dass die Regierung Großbritanniens der Lüge der chinesischen Behörden - Falun Gong-Praktizierende würden in China nicht verfolgt - keinen Glauben schenkt und Frau Rongs Leben beschützt, indem sie ihr Bleiberecht gewährt."

Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 60 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Gong in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Gong Informationszentrum liegen bis heute Informationen vor über 2.781 Todesfälle, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.
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