Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Nimmt die Thailändische Polizei Befehle der chinesischen Botschaft entgegen?

Pressemitteilung: 16.12.2005

Chinesische Botschaft in Bangkok übt Druck auf lokale Polizei aus, Falun Gong-Proteste zu unterdrücken

London (EFGIC) — Die thailändische Polizei ging grob gegen protestierende Falun Gong-Praktizierende vor, die vor der chinesischen Botschaft in Bangkok am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, friedlich meditierten. Nachdem beobachtet wurde, wie dutzende von thailändischen Polizisten bei der chinesischen Botschaft ein- und ausgingen, überquerten diese die Straße und begannen die Praktizierenden grob zu durchsuchen, die still gegen die seit sechs Jahren andauernde Verfolgung von Falun Gong in China demonstrierten. Die Polizisten schleppte einige von ihnen fort und nahm ihnen die Transparente weg. Ein Beamter gab an, dass er die Demonstration nicht unterbrechen wollte, es ihnen jedoch von der chinesischen Botschaft aufgetragen wurde. Am 14. Dezember sagte die thailändische Polizei den demonstrierenden Falun Gong-Praktizierenden, dass sie verhaftet würden, falls sie am nächsten Tag noch mal zur Botschaft kämen.

Bei einem davon unabhängigen Vorfall am 14. Dezember ließ die thailändische Polizei in der Küstenstadt Pattaya drei Falun Gong-Praktizierende verhaften, die Flugblätter über die Verbrechen der Kommunistischen Partei Chinas verteilten. Unter den Inhaftierten befand sich Herr Zhang Mengye, ein ehemaliger Schulkamerad des Parteivorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas, Hu Jintao, der in Thailand Asyl beantragt hatte, nachdem er in chinesischer Haft gefoltert worden war.

Die Demonstranten sagten, dass sie in den letzten sechs Monaten regelmäßig Flugblätter an diesem Ort verteilt hatten. Nun jedoch scheint es neue Anordnungen zu geben.

„Die chinesische kommunistische Regierung setzt die Nationen weltweit unter Druck, um ihre Verfolgungspolitik durchzusetzen”, sagte der Sprecher Peter Jauhal des Europäischen Falun Gong Informationszentrums (EFGIC). „Sie zielen besonders auf diejenigen ab, die enthüllen, wie die KP Chinas foltert und mordet, um ihre Macht zu erhalten – etwas was wir in den sechs vergangenen Jahren stets auf friedliche Weise getan haben.“

„Wir fordern bei allem Respekt von der Thailändischen Regierung ihre Haltung noch einmal zu überdenken, ihre Souveränität zu bewahren und nicht den ungesetzlichen Forderungen der Kommunistischen Partei nachzukommen, die gegen die Menschenrechte verstoßen.“

Diese Vorfälle gehören zu den jüngsten einer Reihe von Versuchen der KP Chinas die Stimme von Falun Gong zum Schweigen zu bringen. Während der chinesische Premierminister, Wen Jiabao, letzte Woche Tschechien besuchte, versuchte eine Gruppe von Chinesen Falun Gong-Praktizierende, die vor der chinesischen Botschaft demonstrierten, zu bestechen. Als die Falun Gong Praktizierenden sich weigerten, die $1.500 Bestechungsgeld anzunehmen und Wens Auto sich schnell näherte, umkreiste die Gruppe die Praktizierenden und riss ihre Transparente herunter.

Ähnliche Vorfälle ereigneten sich auch in anderen Ländern, wie Frankreich, Burma, Mexiko, Deutschland und Russland.

Bei einem weiteren Vorfall in Argentinien vom 14. Dezember wurden Falun Gong-Praktizierende von einer Gruppe chinesischer Unruhestifter öffentlich angegriffen während Luo Gan, ein hochrangiger chinesischer Beamter, Argentinien besuchte. Es wird vermutet, dass die chinesischen Unruhstifter Verbindungen zur chinesischen Botschaft unterhalten. Gegen Luo wurde am Tag zuvor Strafanzeige wegen Völkermordes an Falun Gong Praktizierenden gestellt.

In manchen dieser Vorfälle, die von der Polizei dokumentiert wurden, wurden Falun Gong Praktizierende geschlagen oder gewürgt.

„Was die KP Chinas am meisten fürchtet, ist die Enthüllung die Unterdrückung und Brutalität gegen das chinesische Volk“, sagte Jauhal. „Die Verfolgung friedlicher Menschen, die meditieren, zeigt wahrscheinlich am deutlichsten die Rücksichtslosigkeit der Partei, und so greifen sie zu extremen Mitteln, um zu verhindern, dass ein Wort davon nach außen dringt.“

Vom Beginn der Verfolgung 1999 bis heute wurden 2.791 Todesopfer, die wegen des Praktizierens von Falun Gong durch die KP Chinas ermordet wurden, bestätigt. Die Falun Gong Menschenrechtsarbeitsgruppe (FGHRWG) hat detaillierte Informationen von mehr als 44.000 Folterfällen. Die weit verbreiteten Folterungen in China wurden Anfang dieses Monates durch den UNO Sonderbeauftragen für Folter, Manfred Nowak, bestätigt. Nowak bestätigte, dass er wiederholt daran gehindert wurde, die Folterungen an Falun Gong Praktizierenden zu untersuchen.

„Wir befinden uns jetzt in einer kritischen Zeit”, erklärt Jauhal. „Millionen von Chinesen geben öffentliche Erklärungen ab, in denen sie sich von der Partei distanzieren; auf dem Land kommt es zu Protesten; bekannte Anwälte stellen offen das Justizsystem in Frage und vertuschte Giftverschmutzungen kommen ans Licht. All dies geschieht zur selben Zeit. Wenn man das zusammen zählt, dann kann man schon erkennen, weshalb die Regierung nervös wird.“

„Somit wird auch deutlich, warum sie soviel zu verbergen haben und das Gefühl haben, dass sie sogar eine kleine Demonstration in Bangkok zum Schweigen bringen müssen.”

Zusätzlich zu den weiterhin andauernden Protesten vor den Chinesischen Botschaften und Konsulaten weltweit werden in vielen der Hauptstädte weltweit Proteste vor den Thailändischen Botschaften stattfinden, um die Thailändische Regierung dazu aufzufordern, sich nicht dem Druck der Chinesischen Botschaft zu beugen.