Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Grausame Schläge

03.07.2006

Tausende von Falun Gong-Praktizierenden wurden routinemäßig geschlagen, während sie sich in Polizeigewahrsam befanden, weil sie sich weigerten Falun Gong abzuschwören. Die Polizisten schlagen Praktizierende häufig mit Plastikknüppeln, hölzernen Brettern, Gürteln und mit Dornen besetzten Schlagstöcken, um nur einige zu nennen. Vielen Praktizierenden wurden durch diese Schläge die Knochen gebrochen oder innere Blutungen verursacht und eine unbekannte Zahl von Menschen ist daran verstorben. In den meisten bekannten Fällen wurden die Körper eilig eingeäschert um Beweise von Misshandlungen in Gewahrsam der Behörden zu zerstören.

Fräulein Chu Congrui, 19 Jahre alt

Am 1. Dezember 2000 ging Fräulein Chu nach Peking, um an die Regierung zu appellieren, sie möge aufhören Falun Gong zu verfolgen. Sie wurde verhaftet und im Polizeirevier (Unterrevier) des Bezirks Haidian eingesperrt, wo sie am 13. Dezember 2000 verstarb.

Vier Tage danach benachrichtigte die Polizei des Bezirks Haidian Fräulein Chus Familie, dass sie kommen und ihren Leichnam fordern sollten. Die Polizei behauptete, dass Fräulein Chu durch Fasten gestorben sei, doch ein Arzt widersprach dieser Behauptung. Der Arzt, der ihren Körper untersuchte sagte Fräulein Chus Familie, dass ihre Nase gebrochen, ihr Gesicht und ihre Lippen stark angeschwollen und ihr Körper von oben bis unten blutig sei. Außerdem seien beide Ohren mit blutgetränkten Wattestopfen verschlossen. Das sind Anzeichen dafür, dass Fräulein Chu vor ihrem Tod furchtbare Schmerzen erlitten haben musste. Am 18. Dezember 2000 wurde sie im Pekinger Changping Bezirk eingeäschert.

Als Fräulein Chus Verlobter und ihre Mutter aus Peking in die Stadt Shulan zurückkehrten, versuchte die ansässige Polizei sie aufgrund der Tatsache zu verhaften, weil sie die Wahrheit über Fräulein Chus Todesumstände wussten. Um der Verhaftung durch die ortsansässige Polizei zu entgehen, sahen sich beide gezwungen aus ihren Behausungen zu fliehen und unterzutauchen.

Frau Zhao Xin, 32 Jahre alt

Frau Zhao war eine Dozentin der Pekinger Universität für Industrie und Handel. Sie wurde im Jahr 2000 wegen Falun Gong- Meditierens in einem Park verhaftet. Während sie im Pekinger Polizeirevier (Unterrevier) des Bezirks Haidian inhaftiert war, schlug die Polizei sie brutal zusammen und brach ihr drei Halswirbel. Sie wurde zum Krankenhaus gebracht- immer noch in Handschellen. Nach sechs Monaten, in denen sie im Krankenhaus extreme Schmerzen litt, starb sie am Abend des 11. Dezembers 2000.

AFP: Ein weiterer Falun Gong \[Übender] zu Tode geprügelt

Peking, 25. April 2000 (AFP)– Jemand aus der geächteten spirituellen Bewegung Falungong wurde in Polizeigewahrsam im östlichen China zu Tode geprügelt, dies ist der 16. Todesfall von Anhängern der Gruppe in Haft seit neun Monaten, sagte eine in Hong Kong ansässige Menschenrechtsorganisation am Dienstag.
Li Huixi, 40, wurde am Anfang diesen Monats in Peking eingesperrt, nachdem er gegen das Verbot der Gruppe protestiert hatte.

Er wurde einem Internierungslager in der Ortschaft Houzhen in Shandong zugewiesen, wo er am 21. April von der Polizei zu Tode geprügelt wurde, teilte das Information Center for Human Rights and Democracy in einem gefaxten Bericht mit.

Die Polizei äscherte Lis Körper ein, bevor Angehörige ihm den letzten Respekt erweisen konnten. Der Familie wurde von der Regierung des Dorfes als Wiedergutmachung 45.000 Yuan (circa 5343 Euro) gezahlt und ihnen wurde befohlen, sich still zu verhalten, so das Center.

Die Polizei in der Ortschaft Houzhen verweigerte einen Kommentar über diesen Fall und sagte lediglich, sie seien sich sowohl über Lis Fall als auch darüber wie er starb unklar.

Lis Tod ist der 16. bekannte Fall von Falungong die in Polizeigewahrsam starben, seit die Gruppierung am 22. Juli geächtet worden war, sagt das Center.

Es war auch das dritte Mal, dass die Polizei versucht hatte die Umstände zu verdecken, indem sie den Leichnam einäscherte, bevor die Familienmitglieder die Todesursache untersuchen konnten.

Letzten Monat fiel Zhang Zhenggang in Koma, nachdem er von den Polizisten in Huaian, Provinz Jiangsu verprügelt worden war, so das Center.

Das Center fügt hinzu, dass er für fünf Tage ins Krankenhaus eingewiesen wurde, bevor 60 Polizisten das Krankenhaus umstellten und Zhang einäscherten. Erst danch wurde er offiziell für tot erklärt.

Ende letzten Jahres wurde Zhao Jinhua, 42, angeblich von der Polizei in Zhangxing zu Tode geprügelt. Dies trug sich erneut in der Provinz Shandong zu. Auch sie wurde schnellstens eingeäschert...