Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Falun Dafa Verein ruft Medien dazu auf, keine KPC-Dementi wiederzugeben

Pressemitteilung: 06.08.2006

“Menschenleben hängen am seidenen Faden”

Berlin (FDI) – Nachdem der Untersuchungsbericht über den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden in China am 6. Juli vom ehemaligen kanadischen Staatssekretär für den Asien-Pazifik-Raum David Kilgour und dem internationalen Menschenrechtsanwalt David Matas veröffentlicht wurde (news), gab es nicht den geringsten Zweifel, dass das chinesische Regime den Untersuchungsbericht bestreiten würde. Jedes andere Land würde, angesichts derart schwerer Vorwürfe gegen die eigene Regierung, zumindest erklären, dass Untersuchungen angestellt würden. Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) jedoch bestreitet die Anschuldigungen weiterhin und ihre Reaktionen bestehen fast ausschließlich aus Angriffen auf Falun Gong und die unabhängigen Verfasser des Untersuchungsberichtes.

Die KPC weist eine 60jährige Geschichte der Unterdrückung und des Mordens durch brutale Kampagnen auf, vom „Großen Sprung nach vorn“ bis zur „Kulturrevolution“ und dem Studentenmassaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Noch immer bestreitet sie diese bewiesenen Gräueltaten.

Bitte bedenken Sie auch folgende Punkte:
  • Als die Vorwürfe der Organentnahmen in Zusammenhang mit dem Krankenhaus in Sujiatun im März laut wurden, dauerte es 3 Wochen bevor die KPC dazu Stellung bezog – genügend Zeit um Beweise zu vernichten.  Erst nach dieser Verzögerung lud man Delegationen und Journalisten aus dem Westen zu einer geführten Tour in das Krankenhaus ein. Einigen Journalisten wurde allerdings die Einreise nach China verweigert, als sie an dieser “Führung” teilnehmen wollten.

  • Die KPC wies den am 6. Juli veröffentlichten Bericht über den Organraub noch am selben Tag zurück. Sie attackierte den Bericht, aber nicht in erster Linie aufgrund seiner Beweise oder seiner Methoden, sondern allein aufgrund seiner Schlussfolgerung - und das bis heute.

  • Die KPC schwieg auch zu den zahlreichen staatlichen chinesischen Webseiten, auf denen mit dem Verkauf der Organe an Ausländer für bis zu 160.000 US-Dollar und mit einer durchschnittlichen Wartezeit von 2 Wochen geworben wird. Zahlreiche dieser Seiten wurden unmittelbar nach Enthüllung der Organentnahmepraktik aus dem Internet genommen.

  • Die KPC bezieht keinerlei Stellung zu Berichten der letzten zwölf Jahre von Medien und dem US-Außenministerium, die bestätigen, dass die Chinesischen Behörden seit Jahren die Organe von hingerichteten Gefangenen entnehmen. Menschenrechtsorganisationen werfen ihnen vor, dies ohne die Einwilligung der Opfer getan zu haben. 

  • Die KPC bezieht auch keine Stellung zu den mehr als 40.000 durchgeführten Organtransplantationen in China, bei denen die Quellen der Organe geheim gehalten werden.

  • Wenn die KPC an ihrer Überzeugung festhält, dass all dies nicht statt findet, fordern wir die Erlaubnis für eine unabhängige Untersuchung in chinesischen Gefängnissen und Arbeitslagern, in denen Falun Gong-Praktizierende festgehalten werden. Wenn die KPC die Wahrheit sagt, werden sie diese Forderung leicht erfüllen können.
Falun Gong-Praktizierende sind unschuldige Opfer einer brutalen und tödlichen Hasskampagne, deren Inhalte sogar von einigen westlichen Medien ungeprüft übernommen wurden, sowie des Völkermords durch die KPC.

Das Leugnen der KPC sowie weitere Angriffe auf Matas und Kilgour bekräftigen die Schlussfolgerung, dass die KPC, wenn sie nicht direkt verantwortlich für diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, sicherlich eine Mitschuld trägt.

Wir fordern die Medien auf, derartige Verbrechen aufzudecken, hartnäckig Fragen zu stellen und die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen. Bitte drucken Sie nicht die Standard-Dementi der KPC, während vielen Menschen in den Lagern in ganz China die Organe am lebenden Körper entnommen und sie danach getötet und eingeäschert werden.