Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
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Psychiatrische Folter an Falun Gong-Praktizierenden durch chinesische Behörden

Pressemitteilung: 24.04.2008

Was: Im Dezember 2007 legte die Falun Gong Menschenrechtsarbeitsgruppe (www.falunhr.org) vier Sonderberichterstattern der Vereinten Nationen einen Bericht über zahlreiche Fälle vor, bei denen chinesische Behörden Falun Gong-Praktizierenden unter Zwang nervenzerstörende Drogen verabreichten. Eine kurze Zusammenfassung dieser Fälle finden Sie am Ende dieser Mitteilung.

Kurzbeschreibung: Während kürzlich Berichte über ein Wiederauftreten von Straf- Psychiatrie in Russland die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zogen, wird die weit verbreitete Verwendung von psychischer Folter in China größtenteils ignoriert. Unter Risiko ihres Lebens und ihrer Sicherheit übermittelten Falun Gong-Praktizierende aus China umfangreiche und detailierte Unterlagen über die Einkerkerung und Misshandlung tausender Falun Gong-Praktizierender in psychiatrischen Anstalten. In den letzten Jahren hatte die Falun Gong Menschenrechtsarbeitsgruppe den Vereinten Nationen, sowie den Regierungen auf der ganzen Welt zahlreiche Bereichte über psychiatrische Folter an Falun Gong-Praktizierenden übergeben.

Der letzte Bericht wurde folgenden Sonderberichterstattern der Vereinten Nationen vorgelegt: Sonderberichterstatter für Folter, für Glaubens- und Religionsfreiheit, für Gewalt gegen Frauen, sowie für willkürliche und standrechtliche Hinrichtung.

Nachfolgend eine Zusammenfassung der Fälle, die den Sonderberichterstattern von UNO zugingen:

1. Frau Fan, Lihong: Während Frau Fan im Zwangsarbeitslager für Frauen in der Provinz Qinghai eingesperrt war, wurde sie in eine psychiatrische Anstalt gebracht, wo ihr unter Zwang gesundheitsschädliche Drogen verabreicht wurden. Sie starb daran.

2. Frau Zhang, Xuefeng: Während sich Frau Zhang in Zwangsarbeitslager für Frauen in der Provinz Qinghai befand, wurden ihr nervenzerstörende Drogen eingeflöst, was zu geistigen Störungen und danach zum Tode führte.

3. Frau Luo, Fang: Im Drogenrehabilitierungs-Zwangsarbeitslager für Frauen in der Provinz Qinghai wurden Frau Luo unbekannte Drogen verabreicht. Sie wurde psychisch gestört, fing an, am Tisch zu nagen, kroch unter das Bett und unter den Tisch.

4. Frau Li, Jing, ca. 60 Jahre alt: In der Zeit, als Frau Jing im Zwangsarbeitslager für Frauen inQinghai eingesperrt war, wurde sie geistig verwirrt und nagte am Tisch.

5. Frau Wang, Shujuan: Als Frau Wang Zwangsarbeitslager für Frauen in Qinghai eingesperrt war, mischte die Polizei heimlich giftige Chemikalien in Frau Wangs Suppenschüssel. Dies führte dazu, dass sich Schaum in ihrem Mund bildete und ihre Zunge gefühllos wurde. Ihre Hände, Beine und Füße wurden kalt, gefühllos und schmerzten.

6. Herr He, Wanzhu: Während Herr He im Zwangsarbeitslager für Männer in Qinghai eingesperrt war, vergifteten die Polizisten heimlich sein Essen. Dies hatte zur Folge, dass er Beklemmung in seinem Brustkasten verspürte und sein Mund gefühllos wurde.

7. Frau Li, Yuanping: Während Frau Li sich im Zwangsarbeitslager für Frauen in der Provinz Qinghai befand wurde sie gezwungen, weiße Pillen einzunehmen. Danach wurde ihr übel, sie fühlte sich benommen und konnte kaum noch gehen. Ihre Sprache und Bewegungen waren eingeschränkt und ihr Reaktions- und Erinnerungsvermögen ließ nach.

8. Herr Ping, Chunfeng, ein Angestellter einer Universität in Qinghai: Als er in einem Arbeitslager eingesperrt war, wurden ihm giftige Drogen eingeflöst und Gift in sein Essen gemischt, was zu seinem Tode führte.

9. Frau Meng, Lijun: Nach dem Jahre 1999 wurde Frau Meng mehrere Male inhaftiert und zweimal befand sie sich durch Folter am Rande des Todes. 2005 wurde sie zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Während sie im Frauengefängnis in Shandong eingesperrt war, wurde sie mit nervenzerstörenden Drogen zwangsernährt, wodurch sie ihr Erinnerungsvermögen verlor.

10. Herr Jiang, Guobo: Während er im Zwangsarbeitslager in Weifang gefangen war, wurden ihm unter Zwang schädliche Drogen verabreicht, was zu ernsthaften Schäden von Körper und Geist führte. Er bekam Schwindelanfälle, die lange Zeit andauerten und er ohnmächtig wurde. Im Ruhezustand erreichte sein Herzschlag 110 bis 120 Schläge pro Minute; er hatte Schwierigkeiten beim Urinieren und war dem Tode nahe. Um sich der Verantwortung zu entziehen, falls Herr Jiang in der Anstalt sterben sollte, brachte die Polizei ihn nach Hause und stellte ihn unter Hausarrest.

11. Frau Lv, Xia: Um Frau Lv davor abzuhalten, sich bei bei einem kürzlich arrangierten Schauprozess zu verteidigen, flöste die Polizei ihr Drogen ein. Dies hatte zur Folge, dass sie die Fähigkeit zu sprechen verlor. Im Frauengefängnis in Jinan wurde ihr von der Polizei Drogen verabreicht, die ihr Nervensystem zerstörten. Ihre Zunge wurde fest, sie fing an zu sabbern und konnte nicht mehr reden.