Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Olympische Säuberungsaktion kostet ein weiteres Menschenleben

Pressemitteilung: 03.09.2008

Falun Gong-Praktizierender starb aufgrund von Folter am Tag vor den Eröffnungsfeierlichkeiten

Berlin (FDI) - PRESSEMITTEILUNG 3. September 2008 - Ein Maler aus der Provinz Hunan wurde während einer landesweiten vorolympischen Säuberungsaktion, die gegen Falun Gong-Praktizierende durchgeführt wurde, verhaftet und starb am Tag vor den Eröffnungsfeierlichkeiten an den in der Haft erlittenen Verletzungen. Wie das Falun Dafa Informationszentrum jetzt in Erfahrung bringen konnte, wurde Herr Heping aus der Stadt Yueyang im März verhaftet und war ausgehungert als er am 7. August 2008 starb. Er wurde 55 Jahre alt.

Herr Hu Heping vor der Folter

Laut Berichten aus Hunan wurde Herr Heping am 18. März 2008 zu Hause ohne Haftbefehl verhaftet und von Lu Ran, einem Beamten der örtlichen Polizei, in Begleitung von Li Yongfei und Zhang Yifei, zwei Mitgliedern der staatlichen Kontrollorgane, die ihre Umgebung überwachen, in Untersuchungshaft gebracht. Über 8.000 weitere Falun Gong-Praktizierende wurden in ähnlichen Säuberungsaktionen in den Monaten vor den olympischen Spielen verhaftet
(nähere Informationen: http://www.faluninfo.de/2008/07/15/tausende-falun-gong-praktizierende-aus-ganz-china-im-vorfeld-der-olympischen-spiele-verhaftet).

„Konträr zur olympischen Idee wurden Menschen hinter einer schönen Fassade im Austragungsland der olympischen Spiele zu Tode gefoltert" sagt Waltraud Ng, Sprecherin des Falun Dafa Informationszentrums. „Die aufgebaute Fassade und die Propaganda der KPCh können nicht über das unermessliche Leid von Herrn Hu und vieler Leidensgenossen in China hinwegtäuschen. Ich wünsche mir, dass die olympische Idee von Frieden unter den Menschen durch eine olympische Solidarität für die unschuldig Verfolgten zum Ausdruck kommt. Ich hoffe, dass der olympische Geist zum Tragen kommt und bitte alle Menschen guten Willens sich für die Falun Gong-Praktizierenden, die in China am heftigsten verfolgt werden, einzusetzen!"


Folter und Tod

Angeblich wurde Hu am Tag seiner Verhaftung ins Hotel Dongtingguan gebracht, wo er 24 Stunden lang verhört wurde. Danach wurde er im Gefängniszentrum Nr. 1 der Stadt Yueyang inhaftiert.

Laut Berichten aus China wurde Hu in Polizeigewahrsam gefoltert, wobei seine inneren Organe schwer verletzt wurden und seine Füße und Beine anschwollen. Er musste ständig husten und wog statt ursprünglich 54 bald nur noch 41 kg. Beamte des Staatssicherheitsbüros und des Büros 610, einer über dem Gesetz stehenden Sondereinheit mit der Aufgabe  Falun Gong zu verfolgen, verboten seiner Familie, ihn während seiner Haft zu besuchen.

Herr Hu Heping nach der Folter

Fast drei Monate nach seiner Verhaftung wurde er zur Behandlung in das Volkskrankenhaus Nr.1 von Yueyang gebracht, wo Ärzte feststellten, dass seine inneren Organe schwer verletzt waren, und einen Leberschaden diagnostizierten. Aus Angst Herr Hu könnte in der Haft sterben informierten die Behörden des Gefängniszentrums am 17. Juni seine Familie und entließen ihn am folgenden Tag, allerdings erst, nachdem diese die Polizei dafür bezahlt hatte. Zu diesem Zeitpunkt war Herr Hu allerdings schon sehr schwach. Sein Bauch und sein Unterleib waren stark geschwollen, Symptome, die auf einen schweren Leberschaden hinweisen, und er konnte kaum laufen. Er erholte sich nicht mehr von diesen Verletzungen und starb am 7. August 2008.


Frühere Hinweise auf Verfolgung

Aus Hus Umgebung war zu hören, dass er 1997 mit dem Praktizieren von Falun Gong anfing. Er ging 1999 und 2000 nach Beijing um gegen die Verfolgung von Falun Gong zu protestieren. Beide Male wurde er insgesamt 75 Tage lang im Hubin-Gefängniszentrum inhaftiert.

Am 12. März 2003 wurde er ohne gültigen Haftbefehl verhaftet und zu zwei Jahren Zwangsarbeit interniert. Im Lager Xinkaipu für „Umerziehung durch Arbeit" wurde er Berichten zufolge mit Schlafentzug bestraft und ihm wurden unbekannte Substanzen gespritzt, weil er sich weigerte, seinen Glauben aufzugeben.