Nordost-China: 60-jährige Frau stirbt Mitte März im Gefängnis durch Folter

19.05.2010Verhaftungen

Berlin / New York (FDI) – Eine 60 Jahre alte Falun Gong-Praktizierende starb am 18. März 2010 in einem nordost-chinesischen Gefängnis. Die Behörden hatten sie im August 2008 inhaftiert, weil sie Flugblätter über die Verfolgung von Falun Gong verteilte. Es war das vierte Mal, dass Frau Shi Yingchun (史迎春) rechtswidrig inhaftiert und wiederholt mit Schlägen, Elektrostäben, Zwangsernährung und Schlafentzug gefoltert wurde.

Trotz der schlimmen Folterungen, die sie schon früher aufgrund ihres Glaubens an Falun Gong erlitten hatte, bemühte sie sich weiterhin, die Öffentlichkeit über die ihr und anderen Falun Gong-Praktizierenden zugefügten Gräueltaten zu informieren. Für diese barmherzige und mutige Tat wurde sie ein weiteres Mal inhaftiert, aber dieses Mal überlebte sie die Folterungen nicht. Tragischerweise gibt es viele ähnliche Fälle, die die Brutalität der Unterdrückungskampagne gegen Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) aufzeigen.

Am 2. August 2008 wurde Frau Shi verhaftet, als sie Flugblätter über die Verfolgung von Falun Gong verteilte. Da aufgrund der Medien- und Internetzensur in China nahezu keine objektiven Nachrichten zugänglich sind, bietet dies die Möglichkeit, die Öffentlichkeit den Tatsachen entsprechend über Falun Gong und die Verfolgung zu informieren. Die Falun Gong-Praktizierenden möchten dadurch eine Mitwirkung ihrer Mitmenschen an der Unterdrückung verhindern.

Frau Shi wurde nach ihrer Festnahme 2008 zwei Monate lang im Untersuchungsgefängnis Suizhong festgehalten und in einem Scheinprozess zu sieben Jahren Haft im Frauengefängnis der Provinz Liaoning „verurteilt“, wo sie laut Berichten aus China am 18. März 2010 starb.

Frühere Verhaftungen und Folterungen


Frau Shi arbeitete als Gemüseverkäuferin in der Stadt Huludao (Provinz Liaoning). 1995 begann sie, Falun Gong zu praktizieren. Ihr Ehemann und ihr Sohn waren ebenfalls Falun Gong-Praktizierende.

Das erste Mal wurde Frau Shi am 23. Juli 1999 von der Polizei verhaftet – drei Tage, nachdem die KPCh ihre Unterdrückungskampagne zur „Auslöschung von Falun Gong“ gestartet hatte. Sie wurde sieben Tage lang festgehalten und dann wieder entlassen.

Weil sie ihren Glauben an Falun Gong nicht widerrufen hatte, wurde sie am 5. Oktober 1999 von der örtlichen Polizei zum zweiten Mal verhaftet. Während ihrer Haft im Gefängnis der Stadt Huludao wurde sie mehrmals gefoltert. Sie bekam Peitschenhiebe auf das nackte Gesäß und die Beine, wurde ins Gesicht geschlagen und durfte nicht schlafen.

20 Tage später schickte man sie für zwei Jahre ins Zwangsarbeitslager Masanjia. Dort schlug man ihr wiederholt mit Elektrostäben auf Füße, Körper und Gesicht. Einmal wurden andere inhaftierte Falun Gong-Praktizierende in ein Büro in der Nähe gebracht. Sie sollten ihre Schreie während der Folter hören und Angst bekommen.
Am 24. Oktober 2001 wurde sie entlassen. Sechs Tage später allerdings verhaftete man sie erneut, während sie die Falun Gong-Übungen in einem Park in der Nähe ihrer Wohnung machte. Sie wurde ein weiteres Mal für drei Jahre ins Masanjia-Arbeitslager geschickt.

Das Frauengefängnis der Provinz Liaoning, in dem Frau Shi verstarb, liegt in der Provinzhauptstadt Shenyang, Stadtbezirk Yuhong, Straßenviertel Pingluo, Dorf Baixintai. Telefon-Nummern des Gefängnisdirektors Yang Li: +86-24-89296666 (Büro), +86-24-86914173 (privat), +86-13390118299 (mobil)

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