Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Zehn Dinge, die man über China wissen muss

Pressemitteilung: 21.01.2011

Berlin/New York (FDI) – Anlässlich des Staatsbesuches von Hu Jintao, Chinas Staatsführer, in den USA möchte das Falun Dafa-Informationszentrum auf die folgenden zehn Fakten die China betreffen, aufmerksam machen.

1. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) führt eine ausgedehnte, systematische Kampagne gegen zig Millionen unschuldiger Menschen durch.
2. Die Unterdrückungskampagne der KPCh beinhaltet eine wohldurchdachte hierarchische Strategie, die ein außergewöhnliches Ausmaß an Gewalttätigkeit ermöglicht.
3. Falun Gong-Praktizierende sind mit mehreren hunderttausend Inhaftierten die größte Gruppe von Gewissensgefangenen weltweit.
4. Alle drei Tage wird über einen neuen Fall eines Falun Gong-Praktizierenden, der in Polizeigewahrsam starb, berichtet.
5. Die Opfer dieser Gräueltaten sind Menschen aus jeder sozialen Schicht der chinesischen Gesellschaft.
6. Falun Gong-Praktizierende sind nicht die einzigen Opfer; alle chinesischen Bürger sind betroffen.
7. Die KPCh hat große Anstrengungen unternommen, diese Verbrechen zu vertuschen und die Aufmerksamkeit von sich abzulenken.
8. Eine Untergrundbewegung informiert mit riesigem Aufwand die chinesische Bevölkerung über die in ihrer Nachbarschaft, ihren Städten und ihren Gemeinden stattfindende Verfolgung.
9. Der internationale öffentliche Druck schützt die verfolgten Menschen in China.
10. Die Funktionäre der KPCh haben versucht, die Verfolgung von Falun Gong ins Ausland auszudehnen.


„Wir hoffen, dass alle, die diese Auflistung lesen, ernsthaft über ihre Bedeutung nachdenken. Wir fordern Sie auf, dass Sie in Übereinstimmung mit Ihrem eigenem Recht und Gewissen so effektiv wie möglich auf die andauernden Grausamkeiten gegen Falun Gong-Praktizierende in China einwirken, um das Leid zu mildern“, sagte der Sprecher des Falun Dafa-Informationszentrums, Erping Zhang. „Das tun wir nicht nur für die Praktizierenden und ihre Familien, sondern auch für jene, die gezwungen werden, diesen Horror zu verüben“.


1. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) führt eine ausgedehnte, systematische Kampagne gegen zig Millionen unschuldiger Menschen durch. Seit 1999 waren über 70 Millionen Falun Gong-Praktizierende aufgrund ihrer religiösen Überzeugung dem permanenten Risiko von Verhaftung, Folter und Tod ausgesetzt. Bis heute ist das brutale und rechtswidrige Vorgehen der Partei gegenüber Falun Gong-Praktizierenden erschütternd. In ihrer Anstrengung, alle Falun Gong-Praktizierenden in China dazu zu bringen, ihren Glauben aufzugeben, setzt die KPCh alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel ein: Justiz, Willkür, Medien und vielleicht als wichtigstes die Wirtschaft. Eine auf drei Jahre angelegte Zwangsbekehrungskampagne, die im Jahr 2010 gestartet wurde, soll allein mehrere Milliarden Euro kosten.

2. Die Unterdrückungskampagne der KPCh beinhaltet eine wohldurchdachte hierarchische Strategie, die ein außergewöhnliches Ausmaß an Gewalttätigkeit ermöglicht. Weiträumig angelegte Entführungen, Inhaftierung in Konzentrationslagern, extreme Folterungen, Vergewaltigung, psychiatrische Misshandlung und außergerichtliche Tötungen sind an der Tagesordnung. Neben den Augenzeugenberichten der Opfer selbst gibt es eine Fülle unabhängiger Dokumentationen – und sogar chinesische offizielle Eingeständnisse – die diese Realität bezeugen (Zusammenfassung). Dennoch müssen Polizisten, Wärter von Arbeitslagern und andere, die einen Falun Gong-Praktizierenden misshandelten, verstümmelten oder sogar töteten, mit keinerlei Bestrafung rechnen. Im Gegenteil: es werden finanzielle und andere Anreize geboten, um Gewalttaten gegen Praktizierende zu fördern und „Transformationsquoten“ zu erreichen. Es werden Schulungen auf effektivste Weise quer durch Arbeitslager und Gehirnwäschezentren durchgeführt, um den Willen von Falun Gong-Praktizierenden zu brechen. Mittlerweile müssen auch Anwälte, die versuchen, Praktizierende gerichtlich zu vertreten, mit Belästigungen, Berufsverbot, Folterungen und „Verschwinden“ rechnen.

3. Falun Gong-Praktizierende sind mit mehreren hunderttausend Inhaftierten die größte Gruppe von Gewissensgefangenen weltweit. Eine im Jahr 2009 veröffentlichte Studie der Menschenrechtsorganisation Chinese Human Rights Defenders (CHRD) besagt, dass „Falun Gong-Praktizierende eine der größten Gruppen von Inhaftierten in Arbeitslagern ausmacht“. Der Autor und Ermittler Ethan Gutmann schätzt – basierend auf Dutzenden von Interviews mit ehemaligen Inhaftierten –, dass 15 bis 20 Prozent aller Inhaftierten in Arbeitslagern, Gefängnissen und Langzeit-Inhaftierungseinrichtungen Falun Gong-Praktizierende sind. Wenn man auf der Grundlage glaubwürdiger Berichte von einer Gesamtpopulation von drei bis fünf Millionen Menschen in diesen Lagern ausgeht, sind davon laut Gutmann 450.000 bis eine Million Falun Gong-Anhänger. Im Vergleich dazu meldet „Reporter ohne Grenzen“, dass 30 Journalisten und 77 „Internetdissidenten“ in China inhaftiert sind. Man schätzt, dass sich etwa 10.000 Tibeter und Uiguren in Haft befinden.

4. Alle drei Tage wird über einen neuen Fall eines Falun Gong-Praktizierenden, der in Polizeigewahrsam starb, berichtet. Seit 1999 sind über 3.400 Fälle von Falun Gong-Praktizierenden dokumentiert, die während der Verfolgung getötet wurden. In Anbetracht der Schwierigkeit, Informationen über Falun Gong aus China herauszubringen, sind diese dokumentierten Fälle nur die Spitze des Eisbergs. Darüber hinaus beinhalten diese Zahlen keine Fälle von Falun Gong-Praktizierenden, die getötet wurden, um ihre Organe für Transplantationen zu verwenden. Seit 2006 weist eine Reihe von glaubwürdigen Indizien und Untersuchungen auf die Existenz und die höchstwahrscheinliche Weiterführung dieser gewaltsamen Organentnahmen hin; das ganze Ausmaß bleibt jedoch unbekannt. Keiner der betroffenen Menschen hat sich irgendetwas zuschulden kommen lassen. Im Gegenteil: sie versuchten, friedlich ihrem Glauben zu folgen.

5. Die Opfer dieser Gräueltaten sind Menschen aus jeder sozialen Schicht der chinesischen Gesellschaft:
Eine 25-jährige Kindergärtnerin, die in einem Arbeitslager der Stadt Hebei sexuell missbraucht wurde (Nachricht); ein früheres Mitglied des Nationalen Volkskongresses und Musterarbeiterin, die innerhalb von fünf Wochen, nachdem sie aus ihrem Haus in Hunan entführt wurde, getötet wurde (Nachricht); ein älteres Ehepaar in der Inneren Mongolei wurde inhaftiert und dem Ehemann wurde adäquate medizinische Behandlung verweigert (Amnesty International Urgent Action); ein Stahlarbeiter in Rente wurde nach der Freilassung aus dem Arbeitslager mit einem zerquetschten Brustkorb und aufgedunsenem Bauch fotografiert (Nachricht); ein Hochschulstudent wurde von der Polizei schikaniert, nachdem er auf einer Übersee-Webseite beschrieben hatte, wie Falun Gong ihm geholfen hatte, sich von einer lebensbedrohlichen Krankheit zu erholen (Nachricht).

6. Falun Gong-Praktizierende sind nicht die einzigen Opfer; alle chinesischen Bürger sind betroffen.

Die Unterdrückung von Falun Gong wurde von der KPCh und ihren Sicherheitskräften gesteuert, aber mithilfe und Zustimmung von mehreren hundert Millionen chinesischer Bürger durchgeführt. Polizisten, die ihren Dienst aufnahmen, um Menschen zu schützen, wurden gezwungen, ältere Frauen zu inhaftieren, weil sie in den Parks meditierten. Den Aufsehern in Arbeitslagern droht man mit dem Verlust ihrer Arbeitsplätze, wenn sie nicht an der Misshandlung von Falun Gong-Gefangenen teilnehmen wollen. Alle chinesischen Bürger wurden von ihrer Staatsführung aufgefordert, Falun Gong zu hassen, die Lehre von Wahrheit, Mitgefühl und Toleranz zu verachten und zu schweigen, wenn sie erleben, dass Unrecht verübt wird. Die KPCh belohnt Folter und Verrat, bestraft aber Integrität und Gutherzigkeit. Dies führte – wie viele Beobachter feststellten – zu einem weitgehenden Niedergang der Moral der chinesischen Gesellschaft und äußert sich in Problemen wie zügelloser Korruption, häuslicher Gewalt, der Herstellung verdorbener Lebensmittel, Diebstahl geistigen Eigentums und Umweltverschmutzung.

7. Die KPCh hat große Anstrengungen unternommen, diese Verbrechen zu vertuschen und die Aufmerksamkeit von sich abzulenken. Im Mittelpunkt der Kampagne stand eine massive Propaganda-Offensive – sowohl national als auch international –, um Falun Gong zu dämonisieren und Falschinformationen über seinen Begründer und diejenigen, die es praktizieren, zu verbreiten. Unterdessen hat die Zensur der chinesischen Medien, die Schikanierung ausländischer Korrespondenten und die Bestrafung ihrer Informanten dazu geführt, dass fast keine Medien mehr über Falun Gong berichten. Weitere Möglichkeiten einer Aufdeckung wurden dadurch eingeschränkt, dass Akademikern, Menschenrechtsgruppen und anderen Ermittlern Visa verweigert wurden bzw. ihnen damit gedroht wurde. Dies wirkte sich verheerend aus und forderte einen hohen Tribut an Menschenleben. (Misunderstanding Falun Gong and the Human Cost of Getting It Wrong)

8. Eine Untergrundbewegung informiert mit riesigem Aufwand die chinesische Bevölkerung über die in ihrer Nachbarschaft, ihren Städten und ihren Gemeinden stattfindende Verfolgung. Millionen Falun Gong-Praktizierende in China widersetzen sich unter großem Risiko täglich der Verfolgung ihres Glaubens. Sie wecken das Bewusstsein über die Brutalität, der die Praktizierenden ausgesetzt sind, sowie die Güte in den Herzen ihrer Mitbürger, damit diese sich nicht an der Gewalt beteiligen. Ein riesiges Netz von etwa 200.000 Untergrund-Druckereien unterstützt sie dabei. Viele von ihnen befinden sich in Privatwohnungen und bestehen aus einem Computer und einem Drucker. Die Praktizierenden greifen auf Falun Gong- oder andere Webseiten in Übersee zu, um Informationen zur Herstellung von Flugblättern und Video-CDs herunter zu laden.
Neben Informationen über Falun Gong und die Menschenrechtsverletzungen an den Praktizierenden werden auch Einzelheiten über Folterknechte in ihren Gemeinden verbreitet. Solche Bemühungen führen zunehmend zu greifbaren Ergebnissen. Beschämt über die Veröffentlichung ihrer Verbrechen, hörten einige Täter in den letzten Jahren damit auf, Praktizierende zu misshandeln oder taten dies mit deutlich reduziertem Einsatz. Dorfbewohner protestierten bei den örtlichen Behörden und forderten diese auf, inhaftierte Praktizierende freizulassen. Bemerkenswert ist, dass im Jahr 2009 13.153 Nicht-Praktizierende auf der Auslands-Webseite Minghui Stellungnahmen veröffentlichten, in denen sie bereuten, an Anti-Falun Gong-Aktivitäten teilgenommen zu haben und ihre Dankbarkeit gegenüber Falun Gong-Praktizierenden und seinem Gründer Herrn Li Hongzhi ausdrückten. Deren Freundlichkeit, Mut und Geduld hätten die Güte in den Herzen der chinesischen Bevölkerung geweckt.

9. Der internationale öffentliche Druck schützt die verfolgten Menschen in China. Persönliche Zeugenaussagen von ehemaligen Inhaftierten, die aufgrund internationaler Appelle freikamen, zeigen immer wieder, dass solche Bestrebungen die Lebensbedingungen der Menschen verbessern, sie vor Folter schützen und manchmal zu vorzeitiger Entlassung führen können. Bu Dongwei, ein ehemaliger Gewissensgefangener, für den sich Amnesty International einsetzte, geht davon aus, dass er während seiner zweiten Haft weniger als bei seiner ersten gefoltert wurde, weil Menschen auf der ganzen Welt Briefe an das Arbeitslager schrieben, in denen sie sich für ihn engagierten. (Amnesty International-Video mit Bu Dongwei). Am stärksten zeigt sich die Wirksamkeit öffentlicher Kritik an Menschenrechtsverletzungen in China vielleicht darin, dass die chinesische Führung sich bemüht, andere Möglichkeiten zu suchen, um über Menschenrechtsverletzungen zu sprechen, wozu auch nichtöffentliche Gespräche zählen. Wenn man über das Ausmaß der Verfolgung von Falun Gong spricht, dann sollte die Notwendigkeit einer wirksamen Bekämpfung solcher Gräueltaten einen höheren Stellenwert einnehmen als die Sorge, der Täter könnte „verärgert“ werden.

10. Die Funktionäre der KPCh haben versucht, die Verfolgung von Falun Gong ins Ausland auszudehnen.
In den vergangenen elf Jahren wurden zahlreiche körperliche und verbale Angriffe sowie Morddrohungen gegen Falun Gong-Praktizierende in den Vereinigten Staaten, Europa, Lateinamerika, Afrika und anderswo durch Personen, die von der chinesischen Regierung beauftragt wurden, verzeichnet. Chinesische Unternehmen und Persönlichkeiten im Ausland werden von der KPCh routinemäßig direkt oder indirekt unter Druck gesetzt, damit sie etwas gegen Falun Gong-Praktizierende unternehmen. Bereits im Oktober 2003 verabschiedete der amerikanische Kongress die Resolution 304, in der die Besorgnis über die Belästigung von Falun Gong-Praktizierenden und ihrer Unterstützer durch die KPCh auf amerikanischem Boden zum Ausdruck kommt. (Nachricht) Im August 2010 verurteilte und bestrafte das US-Justizministerium ein New Yorker Restaurant, das Gäste, die Falun Gong-T-Shirts trugen, benachteiligte und sich weigerte, diese zu bedienen. (Nachricht)