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IGFM: China: Weitere Todesopfer durch Gewalt an Falun Gong-Praktizierenden

Folter und Misshandlungen von Falun-Gong Anhängern – Mindestens 43 Todesopfer sind seit Beginn des Jahres zu beklagen

04.05.2012

Peking/Frankfurt am Main (4. Mai 2012) - Von Anfang Januar bis Ende April 2012 starben mindestens 43 Falun Gong Praktizierende in der Volksrepublik China an den Folgen ihrer Haft, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Seit Beginn der Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden im Juli 1999 wurden 3537 Todesfälle infolge von Folter und Misshandlungen bekannt.

Shi Yanwu verstarb am 28. Februar 2012 an den Folgen seiner Misshandlungen.

Die IGFM berichtet über Frau Dr. Liu Deqing, eine Ärztin und Falun Gong Praktizierende aus Hailun, die bereits zweimal im Zwangsarbeitslager einsaß und am 10. Dezember 2007 zum vierten Mal verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Im Jahr darauf, am 23. Juli 2008 wurde sie in die Abteilung Nr. 9 des Frauengefängnisses Heilongjiang in Harbin gebracht. In der Haft zwangen die Wachen sie, auf einem kleinen Hocker zu sitzen, der auf einer Kachel stand. Mit den Händen auf den Knien musste sie auf unbestimmte Zeit in dieser Haltung verweilen. Wenn sie sich über die Grenzen, die von der Kachel bestimmt wurden, bewegte, wurde sie geschlagen. Diese Haltung wurde „Zustand-Militärposten“ genannt.

Nach weiteren Misshandlungen und nachdem ihr gewaltsam Medikamente verabreicht wurden, verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zunehmend. Am 27. November 2011 verstarb Frau Liu Deqing in der Stadt Hailun an den Folgen der Folter und Misshandlungen.

Die IGFM berichtet weiter über Herrn Shi Yanwu, der am 28. Februar diesen Jahres im Gefängnis von Shijiazhuang zu Tode gefoltert wurde. Im März 2002 wurde er zusammen mit einem Mitpraktizierenden verhaftet, wobei Computer und andere persönliche Besitztümer im Wert von mehreren tausend Yuan beschlagnahmt wurden. Im Mai 2002 war er zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Im Haftzentrum wurde er unter anderem mit Gürteln und elektrischen Schlagstöcken brutal geschlagen, aufgehängt und Kochsalzlösungen injiziert.

Shi Yanwu´s Gefängnisstrafe wäre im März 2012 zu Ende gewesen. Am 27. Februar diesen Jahres erhielt seine Familie von der Gefängnisbehörde die Nachricht, dass er im Sterben liege. Am nächsten Tag, am 28. Februar, starb er. Die Gefängnisbehörde behauptet, er habe an hohem Blutdruck und einer Hirnstammblutung gelitten, erläutert die IGFM. Die Familie wurde gezwungen, einer sofortigen Einäscherung des Leichnams zuzustimmen.



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