Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
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Ethan Gutmann für Friedensnobelpreis 2017 nominiert

04.03.2017
Ethan Gutmann nach Erscheinen seines Buches "The Slaughter" 2014 in San Franzisko. (Foto: Steve Ispas / The Epoch Times)

Für seinen investigativen Journalismus und sein Eintreten für ein besseres China wurde Ethan Gutmann für den Friedensnobelpreis nominiert.

2004 deckte Gutmann in seinem Buch Losing the New China auf, wie US-amerikanische Unternehmen darin verwickelt waren, der chinesischen Regierung zu helfen, das dortige Internet überwachen und kontrollieren zu können. Er wirkte in diesem Zusammenhang an der Befragung der Vertreter von Yahoo, Microsoft, Google und Cisco Systems vor dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika mit. Nachdem 2006 der bahnbrechende Bericht Blutige Ernte von David Matas und David Kilgour veröffentlicht wurde, führte er eine unabhängige Untersuchung der staatlich gebilligten unfreiwilligen Organentnahmen an Falun-Dafa-Praktizierenden in China durch. Dabei interviewte er über einen Zeitraum von sechs Jahren über einhundert Flüchtlinge, Ärzte und ehemalige Angehörige von Strafverfolgungsbehörden. In seinem 2014 erschienen Buch The Slaughter wird über mehrere Ärzte berichtet, die entweder an den erzwungenen Organentnahmen an noch Lebenden teilgenommen hatten oder mit Krankenhäusern in Kontakt standen, die Organe von lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden verwendeten. Bei seinen Nachforschungen stellte er fest, dass bei Falun-Dafa-Praktizierenden, Tibetern, Uiguren und Angehörigen christlicher Hauskirchen in Haftanstalten ärztliche Untersuchungen durchgeführt wurden, die nur zur Prüfung des Gesundheitszustandes von potentiellen, kommerziell wertvollen und transplantierbaren Organen dienten.

Obwohl die Beamten des chinesische Gesundheitswesen 2006 zugaben, dass die heimische Transplantationsmedizin auf die Organe Hingerichteter angewiesen sei, haben sie stets bestritten, dass Organe religiöser und politischer Gefangener verwendet würden. Seit 2015 wird behauptet, dass nur noch Organe von freiwilligen Spendern transplantiert werden. Hingegen veröffentlichte Gutmann Mitte 2016 zusammen mit Matas und Kilgour einen Bericht, wonach die tatsächlichen  Zahlen der Transplantationen in China sechs- bis achtmal höher sind als die offiziellen Angaben. Gutmann wurde nach  Washington, London und Brüssel eingeladen, um die Ergebnisse vorzustellen. In der Folge verurteilten  Resolutionen des Kongresses der Vereinigten Staaten und des Europäischen Parlaments ausdrücklich die erzwungenen Organentnahmen an Gefangenen aus Gewissensgründen. Aufgrund der Berichterstattung der New York Times, CNN, Times of London erklärten internationale medizinische Organisationen wie The Transplantation Society, die zuvor die angekündigten Reformen der Volksrepublik China gutgeheißen hatten, nun, dass die Welt über das chinesische Gesundheitssystem entsetzt sei. Ende 2016 hatte Chinas Tranplantationssystem jegliche Akzeptanz verloren. 

Ethan Gutmann dankt dem National Endowment for Democracy, der Earhart Foundation, und der Familie Peder Wallenberg für die finanzielle Unterstützung sowie Leeshai Lemish und Jaya Gibson für die Mitarbeit bei den Nachforschungen. Ebenfalls möchte er die wertvolle Unterstützung von Doctors Against Forced Organ Harvesting, End Organ Pillaging, Benedict Rogers von Christian Solidarity Worldwide, Matthew Robertson von der Epoch Times und der Schauspielerin und Miss Canada Anastasia Lin würdigen. Schließlich gilt sein besonderer Dank den mutigen Zeugen überall auf der Welt, die so viel riskiert haben, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.