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Süddeutsche Zeitung greift Organraub-Thema auf

01.07.2017
Präsident der WOIPFG Dr. Zhiyuan Wang

Der am 16. Juni 2017 in der Süddeutschen Zeitung erschienene Artikel „Bestellter Tod“ greift das Thema „Organtransplantationen in China“ auf und stellt die Fragen: Werden in China nach wie vor Organe von Hingerichteten transplantiert? Wurden die an den Transplantationen beteiligten Ärzte auch in Deutschland ausgebildet?

In einem historischen Abriss erfährt der Leser/ die Leserin, wie sich China zu einem Land entwickelte, das in Sachen Organtransplantationen beginnt, internationale Reputation zu genießen. Dies ist erstaunlich, denn in China wurde nie richtig transparent, woher die zur Transplantation verwendeten Organe stammen. Die Transplanteure durften ihre Studien deshalb nicht einmal auf internationalen Kongressen vorstellen. Dies ist die eine Seite.  Andererseits verstummen, so der Artikel, die kritischen Stimmen nicht: DAFOH (Ärzte gegen erzwungene Organentnahmen), sieht die „von der WHO geforderte Nachprüfbarkeit der Herkunft von Organen“ in China als nicht gegeben an. 

Zwischenzeitlich sei auch ein Artikel von 17 chinesischen Medizinern, publiziert im international renommierten Fachmagazin für Transplantationen „Liver International“ wieder zurückgezogen worden, nachdem zwei Wissenschaftlerinnen aus Sydney und der israelische Herzchirurg Jacob Lavee, der sich schon länger mit dem Thema „Organraub in China“ beschäftigt, das Magazin auf unglaubwürdige Daten bzw. Zahlen im Fachartikel aufmerksam machten. Den 17 chinesischen Transplantationsmedizinern drohe nun lebenslanges Publikationsverbot.

Zwei der 17 Autoren des besagten Artikels hätten an deutschen Hochschulen studiert, so die SZ, und stellt dann die Frage: „Sollten chinesische Ärzte ihr Handwerk für unethische Transplantationen in Deutschland erworben haben?“ Die World Organisation to Investigate the Persecution of Falun Gong (WOIPFG), eine Nicht-Regierungsorganisation mit dem Ziel, die Verfolgung von Falun Gong zu untersuchen hat eine Liste mit 90 Ärzten, die verdächtigt werden, Organe von Falun-Dafa-Praktizierenden, die als Gewissensgefangene in chinesischen Lagern festgehalten worden sind, entnommen zu haben. Ein Teil dieser Ärzte scheint am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) Schulungen erhalten zu haben, als dieses noch unter der früheren Leitung von Roland Hetzer gestanden hat. Dieser hatte seinerzeit eine Kooperation mit Kliniken in China. Diese Kooperation wolle die jetzige Leitung des Berliner Herzzentrums, laut SZ, nun beenden.

Den vollständigen Artikel der Artikels „Bestellter Tod“ aus der Süddeutschen Zeitung vom 16. Juni 2017 können Sie unter folgendem Link nachlesen:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/organtransplantationen-in-china-bestellter-tod-1.3547263