Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
Falun Dafa Informationszentrum

Gedenktag 20. Juli 1999

Pressemitteilung: 16.07.2017
München: Kerzenlicht-Mahnwache im November 2016

Öffentlich die Menschenrechte in China einfordern

Am 20. Juli 1999 begann in China ein Menschenrechtsverbrechen, das bis heute andauert.

Trotz aller Grausamkeiten wird Falun Dafa - Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht - weiterhin in China ausgeübt und darüber hinaus sogar auf der ganzen Welt praktiziert. Anlässlich des Jahrestages des Beginns der Unterdrückung fordern weltweite und somit auch in Deutschland friedliche Aktionen ein Ende dieser Verfolgung.

Wenn wir mit dem „starken“ Partner aus dem Osten Handelsbeziehungen pflegen und zum Schutz des Klimas zusammenarbeiten, dürfen wir die Verletzungen der internationalen Menschenrechte nicht abwiegeln, sie müssen eingefordert werden!

Freedom House, eine unabhängige US-amerikanische Nichtregierungsorganisation (NGO), die sich weltweit für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einsetzt, empfiehlt in ihrem 2017 herausgegeben Sonderbericht „Die Schlacht um Chinas Seele“, die Gesetzgeber in den USA, Europa und anderen demokratischen Ländern, „in Beziehungen mit der chinesischen Regierung, sowohl das Thema Religiöse Freiheit zur Priorität zu machen” als auch  „Aufmerksamkeit auf die Misshandlungen und deren Verbindung zu den nationalen Interessen von anderen Ländern” zur Sprache zu bringen. Siehe https://freedomhouse.org/

Gespräche auf Regierungsebene hinter verschlossenen Türen helfen nicht weiter. So führte die deutsche Regierung 2015 im Rahmen des Rechtsstaatsdialogs Gespräche mit China, zeitgleich bereitete China allerdings Gesetzesänderungen vor, die eine ganze Verhaftungswelle chinesischer Menschenrechtsanwälte nach sich zog. Menschenrechtsdefizite müssen öffentlich aus- und auch offen angesprochen werden.

Wir appellieren an den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung öffentlich die Einhaltung der Menschenrechte in China einzufordern.

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18 Stunden gegen 18 Jahre Verbrechen

Mahnwache für die Menschlichkeit

In Hamburg wird am Donnerstag, den 20. Juli von 6 bis 24 Uhr eine Mahnwache vor dem chinesischen Generalkonsulat stattfinden. Hierbei steht jede der 18 Stunden für ein Jahr grausamer Verfolgung des Falun-Dafa-Kultivierungsweges in China.

Bei Kundgebungen und einer Kerzenlicht-Mahnwache in Düsseldorf bekommen die zu Tode Gekommenen ein Gesicht in der Öffentlichkeit: Portraits dieser Menschen, werden von Falun-Dafa-Praktizierenden vor dem Düsseldorfer Rathaus am Samstag, den 22. Juli von 14:00 bis 21:00 Uhr auf persönliche, friedliche Weise präsentiert.

Kontakt zu Falun-Dafa-Praktizierenden, die in China verfolgt worden sind und in Deutschland Schutz gefunden haben, kann bei Interesse für Interviews vermittelt werden.

 

Berlin:

Pressekontakt und Anfragen für Interviews:

Franz Bröker

Mobil: 0152 33741066

20. Juli 2017, 11:00 – 19:00 Uhr

Ort: Mahnwache vor der chinesischen Botschaft, Jannowitzbrücke

22. Juli 2017, 12 - 20 Uhr

Ort: Brandenburger Tor

 

Hamburg:

Pressekontakt und Anfragen für Interviews:

Florian Akbar

E-Mail: florian@fdg-hh.de,  Mobil: 0176 48146079

20. Juli 2017, 6:00 – 24:00 Uhr

Mahnwache vor dem chinesischen Generalkonsulat der Volksrepublik China

Elbchaussee 268, 22605 Hamburg

 

Düsseldorf:

Pressekontakt und Anfragen für Interviews:

Ina Bentner

E-Mail: ina.bentner@fldf.eu, Mobil: 0177 515 05 85

Samstag, 22. Juli 14:00 bis 21:00

Kundgebungen und Kerzenlicht-Mahnwache

vor dem Düsseldorfer Rathaus

 

Frankfurt:

Pressekontakt und Anfragen für Interviews:

Hong Zhang

Mobil: 0176 269 08 348

Samstag, 22. Juli 10:00 bis 18:00

Ort: Neue Kräme

 

München:

Pressekontakt und Anfragen für Interviews:

Wolfgang Blau

E-mail: Wolfgang.blau@fldf.eu ; Mobil: 017638097999

Samstag, 22. Juli  11 - 19 Uhr

Mahnwache

Ort: Im Tal, Ecke Hochbrückenstraße

 

Nürnberg:

Pressekontakt und Anfragen für Intervies:

Sigrid Krammer

E-Mail: Sigrid.Krammer@gmx.net, Mobil: 0176 53230745

Samstag, 22. Juli 11 - 18 Uhr

Mahnwache vor der Lorenzkirche, Innenstadt

 

 

Hintergrund

Das Falun Dafa Informationszentrum ist die offizielle Pressestelle von Falun Dafa. Es veröffentlicht wichtige Informationen über die Menschenrechtsverletzungen, die die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) an Falun-Dafa-Praktizierenden verübt.

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist ein traditioneller buddhistischer Weg, der ursprünglich aus China stammt und heute in mehr als 120 Ländern und Regionen weltweit praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas. Schätzungen zufolge wurden seit 1999 Hunderttausende Falun-Dafa-Praktizierende festgenommen und häufig zu jahrelangen Inhaftierungen in Gefängnissen und / oder Arbeitslagern gezwungen, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: Sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz, Wohnung und ggf. der Altersrente, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, trennt Familien, hinterlässt Waisenkinder.

Eine besonders brutale Form der Verfolgung stellt der systematische Organraub an Gewissensgefangenen dar.

Die beiden kanadischen Anwälte, David Kilgour und David Matas veröffentlichten im Jahr 2006 einen Bericht wonach die Herkunft von 41.000 Organen, die in den Jahren 2000 bis 2005 in China transplantiert wurden, ungeklärt ist. Im Juni 2016 folgte ein auf 10-jähriger Recherche basierender Untersuchungsbericht „Bloody Harvest / The Slaughter – An Update“, vgl. www.endorganpillaging.org. Anhand der neuen Untersuchungen wurde die Anzahl der jährlich transplantierten Organe in China auf 60.000 bis 100.000 geschätzt. Laut offizieller Angaben der chinesischen Regierung finden jährlich nur 10.000 Transplantationen statt. Viele chinesische Krankenhäuser werben jedoch damit, dass innerhalb weniger Wochen passende Organe gefunden werden können. Diese Organe können nicht von freiwilligen Spendern stammen, da in China aufgrund traditioneller Vorstellungen die Organspendebereitschaft äußerst gering ist. Das bedeutet, dass es eine Organquelle geben muss, die jederzeit zur Verfügung steht. Die Autoren schlussfolgern, dass der Großteil der verwendeten Organe von inhaftierten Gewissensgefangenen wie Uiguren, Tibetern, Angehörigen der christlichen Hauskirchen sowie in großem Ausmaß von Falun-Dafa-Praktizierenden stammt.