Neues über Falun Dafa und die Menschenrechtssituation in China
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Österreich/Wien: Mahnwache mit Ansprachen vor chinesischer Botschaft am 20. Juli 2017

Pressemitteilung: 18.07.2017

Am 20. Juli jährt sich der Beginn der Verfolgung der Meditationspraxis Falun Dafa in China bereits das 18. Mal. Aus diesem Anlass wird am kommenden Donnerstag ab 19 Uhr vor der chinesischen Botschaft eine Mahnwache mit Ansprachen abgehalten. Landtagsabgeordnete und Menschenrechtssprecherin der Grünen Wien, Faika El-Nagashi, wird vor Ort sein.

Statements zu 18 Jahren Verfolgung:

"Vor mittlerweile 18 Jahren begann in China die Verfolgung von mehr als 80 Millionen Falun-Gong-Praktizierenden. Seither sind sie von Inhaftierung, Folter und Ermordung - insbesondere zum Zweck der Organentnahme und des illegalen Organhandels - bedroht. Hier braucht es dringend den Aufschrei der internationalen Staatengemeinschaft und den Verweis auf menschenrechtliche Sperrlinien. Die Stadt Wien hat dazu bereits Anfang April 2017 einen entsprechenden Antrag eingebracht und ich richte mich noch einmal mit Nachdruck an die Bundesregierung, hier tätig zu werden: Der Missbrauch bei Organtransplantationen in China muss offensiv thematisiert und eine internationale Kommission zur Untersuchung und Bekämpfung eingerichtet werden. Österreich hat hier die Chance, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Gerne auch mit unserer Unterstützung. Es geht hier um Menschenrechte jenseits jeder Parteipolitik, wie sich bei der einstimmig angenommenen Wiener Resolution auch gezeigt hat", so die Landtagsabgeordnete Faika El-Nagashi, Menschenrechtssprecherin der Grünen Wien.

"Die Menschenrechtslage in China hat sich auf allen Ebenen verschlechtert: Im ganzen Land geht man weiterhin gegen ethnische und religiöse Minderheiten vor. Besonders stark betrifft dies die inhaftierten Falun Gong Praktizierenden, eine Gruppe die nun schon auf 18 Jahre der Verfolgung zurückblickt. Wir fordern daher die internationale Politik weiterhin auf, sich für die Schließung der „Zentren für Gehirnwäsche“ in denen Folter und Demütigung an der Tagesordnung sind, einzusetzen." Nadine Papai, Geschäftsführerin der Gelleschaft für bedrohte Völker Österreich (GFBVÖ)

Am 20. Juli 1999, genau vor 18 Jahren, hat die Verfolgung an Falun Gong in China angefangen. Damals hat sich keiner vorstellen können, dass so viele Falun-Gong-Praktizierende in Gefangenschaft, durch Folter ihr Leben verlieren werden; keiner hat sich vorstellen können, dass Jiang Zemin, der damalige Parteichef, aus der Verfolgung noch eine lukratives Geschäft macht und gesunde Praktizierende für den Organraub ermordet... Heute wissen wir all das. Es ist an der Zeit diese Verbrechen zu beenden. Yong Wang, Obmann des Österreichischen Falun Dafa Vereins

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Über Falun Dafa und den Beginn der Verfolgung:

Als eine Art von Qigong wurde Falun Dafa im Jahr 1992 veröffentlicht. Es fand im Reich der Mitte rasche Verbreitung. Mehr als 80 Millionen Menschen übten Ende der 1990er Jahre in China Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, aus. Bis zum 20. Juli 1999 hatte das kommunistische Regime Falun Gong gefördert und im Staatsfernsehen wegen seiner positiven Wirkung gepriesen. Aus Angst vor Machtverlust verbot der damalige Staatschef Jiang Zemin am 20. Juli 1999 Falun Dafa und stempelte es als „illegale Sekte“ ab. Eine landesweite Verleumdungs- und Propagandakampagne erschütterte das Land und die Hetzjagd begann. Viele Medien aller Welt hatten damals die Meldungen der unter Zensur stehenden Medien Chinas einfach übernommen.

Ausmaß der Verfolgung:

Seitdem wurden zwischen 500.000 und einer Million Menschen verhaftet und ohne Gerichtsverfahren in Arbeitslager deportiert; Zehntausende wurden in Gefängnissen und psychiatrischen Anstalten eingesperrt. Darüber hinaus sind über 100.000 Fälle von Folter und Misshandlung in Polizeigewahrsam bekannt geworden. Es wurden über 4.114 Todesfälle durch Folter nachgewiesen; die tatsächliche Anzahl wird auf 10.000 und mehr geschätzt. Es sollen nach internationalen Schätzungen mehr als 65.000 lebenden gesunden gefangenen Falun-Dafa-Praktizierenden ihre lebenswichtigen Organe geraubt worden sein.

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Pressekontakt:

Roswitha Wang-Moritz

E-Mail: roswitha.wang-moritz@fldf.eu, Tel.: +43 699 111 048 86

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