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Chinas große Vertuschung: Erzwungene Organentnahmen an lebenden Menschen

Damon Noto (DAFOH)

Nachrichten von DAFOH (Doctors Against Forced Organ Harvesting)

29.08.2017

WASHINGTON, 10. August 2017 /PRNewswire/ - Besorgte Ärzte in der ganzen Welt lehnen es vehement ab, dass Vertreter von Gesundheitsorganisationen, die vor kurzem an einer in Kunming, China, abgehaltenen Transplantationskonferenz teilgenommen haben den Forderungen nach Transplantationsreformen Beifall spendeten, ohne dass eine ausreichende Klarstellung und Transparenz bezüglich der Organquellen geboten wurde.

Ohne einen aussagekräftigen Nachweis (über die Herkunft der Organe, a.d.Ü) zu bieten, erschien der Hauptredner und Gastgeber, Chinas Transplantationschef Huang Jiefu, erneut als jemand, der erzwungene Organentnahmen von Gewissensgefangenen nicht anerkennt. Jüngste Ankündigungen über die Gründung einer „Sonder-Wirtschaftszone“ auf der Insel Hainan lösten weitere Besorgnis aus über die drohende Expansion des Transplantationstourismus, als China Pläne vorstellte, bis zum Jahr 2020 in Sachen Organtransplantation weltweit führend sein zu wollen.

„Es ist absurd, dass prominente Gesundheitsorganisationen Transplantationsreformen in China Beifall spenden, ohne dass aussagekräftige Untersuchungen über erzwungene Organentnahmen bei Gewissensgefangenen durchgeführt wurden“, sagte der geschäftsführende Vorstand von DAFOH, Dr. Torsten Trey. Unbegründete Behauptungen über Transplantationsreformen sollten nicht blindlings übernommen werden. „Für eine unbekannte Anzahl Gewissensgefangener verwandelt sich der sogenannte 'Chinesische Traum' in den Transplantationszentren Chinas in einen Albtraum.“ Trey fragt: „Kann eine der Organisationen garantieren, dass keine Organe von Gewissensgefangenen in das öffentliche Organspende-System gelangen? Falls nicht, ist jegliche Zustimmung voreilig.“

Obwohl China den Anspruch hatte, Organ-Ernten an hingerichteten Gefangenen bis zum Jahr 2015 zu beenden, wurden die Bestimmungen von 1984, die diese Vorgehensweise erlaubt, bisher noch nicht öffentlich abgeschafft. Während sie über die bislang noch nie dagewesene Zunahme an Spenderorganen prahlen, haben die chinesischen Funktionäre keine Bedenken verlauten lassen, dass Gewissensgefangene, insbesondere Falun-Gong-Praktizierende, laut Berichten einer unfreiwilligen Organ-Ernte an Lebenden ausgesetzt sind – letztendlich werden ihre Organe in das öffentliche Organspendesystem „eingezählt“. Experten warnen davor, dass dies ein Hintertürchen darstellt, um „Organwäsche“ zu betreiben.

„Es ist unfassbar, dass renommierte Gesundheitsorganisationen ihre Aufmerksamkeit lediglich auf mutmaßliche Reformen beschränken, während das Schicksal und die Verwendung von Organen von Gewissensgefangenen unerwähnt, ungeprüft und ungelöst bleiben“, so Trey.

China hat auf Beziehungen mit Institutionen von Weltrang gebaut, um seine rechtswidrigen Praktiken weiter zu betreiben. Unfreiwillige Organentnahme ist ein Verbrechen, das auf internationaler (politischer, A.d.Ü.) Ebene wiederholt verurteilt wurde. Resolutionen im US-Kongress und dem Europäischen Parlament haben das Thema behandelt. Ein Brief des Minnesota State House and Senate an Staatspräsident Xi Jinping fordert diesen auf, diese Praktik zu beenden. Eine globale Petition an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, die von DAFOH 2012 initiiert wurde, ist von 2,5 Millionen Menschen weltweit unterzeichnet worden, und ist damit die zweitgrößte Petition der Weltgeschichte.

 

Artikel am 10. August 2017 erschienen in Cision:

http://www.prnewswire.com/news-releases/the-biggest-cover-up-in-china-forced-live-organ-harvestingdafoh-says-prominent-healthcare-organizations-fall-for-fake-news-of-pledged-transplant-reforms-300503079.html?tc=eml_cleartime