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Insgesamt 974 verfolgte Praktizierende im Jahr 2017

02.05.2018
Die Verurteilungen des Jahres 2017 in den einzelnen Monaten (Minghui.org)

100 weitere chinesische Bürger wurden im Dezember 2017 zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Falun Dafa aufzugeben. Mit den 874 Verurteilungen der Falun-Gong-Praktizierenden, die in den ersten elf Monaten des Jahres 2017 gemeldet wurden, erhöht sich die Gesamtzahl der verurteilten Praktizierenden auf 974.

Nach Jahrzehnten kommunistischer Herrschaft sind chinesische Richter zu Erfüllungsgehilfen des Regimes geworden, um im Rahmen von Schauprozessen vorab festgelegte, unrechtmäßige Strafen gegen Dissidenten und andere Zielgruppen zu verhängen. Bei der Verfolgung von Falun Gong ist die rechtswidrige Verurteilung eine der gängigsten Methoden des Regimes.

Die 974 Praktizierenden kommen aus 29 Provinzen und regierungsunmittelbaren Städten. Die Provinz Liaoning meldete die meisten Verurteilungen (179), gefolgt von der Provinz Shandong (108). 21 weitere Provinzen verzeichneten zweistellige Strafverfahren gegen Personen, die zwischen elf und 80 Jahren lagen. Die übrigen sechs Provinzen meldeten jeweils zehn Fälle.

Die Verurteilungen des Jahres 2017 auf Provinzen aufgeteilt (Minghui.org)

 

Im Jahr 2017 wurden jeden Monat Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt, mit den meisten Verurteilungen im Januar (105) und den wenigsten im August (54). Durchschnittlich wurden jeden Monat etwa 75 Praktizierende verurteilt. 

Die Verlinkungen zu detaillierten Informationen über die Praktizierenden, die zwischen Januar und November 2017 verurteilt wurden, finden Sie unter „Frühere Berichte“ am Ende dieses Berichts. Dieser Report konzentriert sich auf die 100 Praktizierenden, die im Dezember 2017 verurteilt wurden.

Im Durchschnitt wurden die 100 Praktizierenden zu 3,3 Jahren Haft verurteilt, wobei die längste Haftstrafe zehn Jahre beträgt.

Zusätzlich zur Verhängung von Haftstrafen verurteilten die Gerichte im Dezember 2017 24 Praktizierende zu Geldstrafen von insgesamt 451.000 Yuan (ca. 57.600 EUR; Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- Euro), was einem Durchschnittswert von 18.792 Yuan (ca. 240 EUR) pro Person entspricht. „Finanzielle Ruinierung“ war eine der drei Richtlinien, die Ex-Staatschef Jiang Zemin verkündete, als er die Ausrottung von Falun Gong anordnete, zusammen mit der „Zerstörung ihres Rufes und der Vernichtung ihres physischen Körpers“.

Zwölf Falun-Gong-Praktizierende in der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang zu Gefängnisstrafen verurteilt

Zwölf Falun-Gong-Praktizierende in Harbin, Provinz Heilongjiang, wurden am 14. Dezember 2017 illegal zu Gefängnisstrafen und Geldstrafen verurteilt.

Die verurteilten Praktizierenden waren:

Shi Xiangyun: 8 Jahre und eine Geldstrafe von 50.000 Yuan (ca. 6.390 EUR).Zhu Fengying: 7,5 Jahre und eine Geldstrafe von 40.000 Yuan (ca. 5.110 EUR).Zhao Xiru: 7 Jahre und eine Geldstrafe von 40.000 Yuan.Wei Xuwang: 5,5 Jahre und eine Geldstrafe von 40.000 Yuan.Jia Yanling: 5 Jahre und eine Geldstrafe von 30.000 Yuan (ca. 3.830 EUR).Bao Yi: 5 Jahre und eine Geldstrafe von 30.000 Yuan.Liu Jun: 5 Jahre und eine Geldstrafe von 30.000 Yuan.Ren Xiuying: 4,5 Jahre und eine Geldstrafe von 30.000 Yuan.Kong Qingyan: 4 Jahre und eine Geldstrafe von 30.000 Yuan.Wu Xi: 3 Jahre und eine Geldstrafe von 20.000 Yuan (ca. 2.555 EUR).Zhang Shuxia: 3 Jahre und eine Geldstrafe von 20.000 Yuan.Yang Qiji: 1,5 Jahre und eine Geldstrafe von 20.000 Yuan.

Diese zwölf Praktizierenden und ein weiterer Praktizierender, Gong Wenyi, wurden am 18. Januar 2017 verhaftet. Die Staatsanwaltschaft Songbei klagte die 12 am 17. Juli an. Gongs Haft wurde zur medizinischen Behandlung (auf Kaution) ausgesetzt. Die Praktizierenden wurden am 22. September vor das Gericht in Songbei gestellt, und alle plädierten auf „nicht schuldig“. Als die Urteile am 14. Dezember verkündet wurden, wurden alle Angeklagten zu Gefängnisstrafen mit Geldstrafen verurteilt.

An ein und demselben Tag vier Bewohner von Liaoning zu Haftstrafen verurteilt

Beamte der Polizei von Lushun verhafteten am 28. Juni 2016 vier Praktizierende in Dalian, Provinz Liaoning. Die Praktizierenden waren Liu Renqiu (m), Sheng Jie (w), Wang Hongyu (w) und Gu Shuchun (m). Anfang 2017 wurden sie gemeinsam vor Gericht gestellt; ihre Urteile folgten am 22. Dezember: Liu wurde zu zehn Jahren, Sheng zu siebeneinhalb Jahren, Wang zu dreieinhalb Jahren und Gu zu zwei Jahren verurteilt. Alle haben Berufung beim Mittleren Gericht in Dalian eingelegt.

Ehepaar wegen seines Glaubens inhaftiert

Dong Zuozhen und ihr Mann, Zhang Hongjiu, wurden am 29. August 2016 verhaftet. Das Paar, das aus Songyuan, Provinz Jilin, stammt, wurde ins Visier der Verfolger genommen, weil beide sich weigerten, Falun Gong aufzugeben.

Dong wurde mit Gallenblasenkrebs im Endstadium diagnostiziert, bevor sie anfing, Falun Gong zu praktizieren. Sie erholte sich von der Krebserkrankung, nachdem sie mit dem Praktizieren von Falun Gong angefangen hatte. Als sie inhaftiert war, durfte sie nicht praktizieren, und später wurde festgestellt, dass sie Gallensteine hatte. Obwohl ihr Leben in Gefahr war, wurde sie am 30. November 2017 zu drei Jahren und vier Monaten verurteilt. Sie befindet sich jetzt im Frauengefängnis der Provinz Jilin. Ihr Mann Zhang wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Kleine Tochter wartet sehnsüchtig auf die Freilassung des Vaters, ihre Mutter bittet den Richter, ihre Familie wieder komplett zu machen

Liang Jianjun aus Lechang, Provinz Guangdong, wurde am 25. Mai 2017 am Arbeitsplatz festgenommen, weil er sich weigerte, Falun Gong aufzugeben. Seine Frau wurde bedroht, weil sie versucht hatte, seine Freilassung zu erwirken. Einmal war ihre kleine Tochter allein zu Hause, als die Polizei einbrach und das Schulmädchen verängstigte.

Liang erschien am 7. November vor Gericht. Seine Frau und seine Tochter wurden am Betreten des Gerichtsgebäudes gehindert. Am 26. Dezember verurteilte das örtliche Gericht Liang zu fünf Jahren Haft.

Früher bereits für fünf Jahre inhaftiert – ehemalige Regierungsangestellte wegen ihres Glaubens zu neun Jahren verurteilt

Die Polizei in Jinzhong, Provinz Shanxi, verhaftete Wen Shuoyan am 8. März 2017 am Arbeitsplatz. Ihre Schwester und ihr Anwalt legten medizinische Unterlagen über ihren schizophrenen Sohn vor, der Betreuung benötigte und beantragten, dass sie gegen Kaution freigelassen wird. Der Antrag wurde abgelehnt. Wen erschien zweimal vor Gericht, am 17. August und erneut am 25. Dezember. Ihr Anwalt plädierte für sie auf „nicht schuldig“. Der vorsitzende Richter verurteilte sie kurz nach der zweiten Verhandlung zu neun Jahren Haft. Sie hat nun gegen ihre Strafe Berufung eingelegt.

Wen arbeitete bei der Stadtentwicklungsbehörde Taiyuan, bevor 1999 die Verfolgung von Falun Gong begann. Sie wurde später verhaftet und saß fünf Jahre im Gefängnis. Ihr Mann ließ sich von ihr scheiden, bevor sie entlassen wurde.

Vollständige Liste der 974 Praktizierenden, die 2017 verurteilt wurden, zum Herunterladen: http://en.minghui.org/u/redactor/359335-falun-gong-sentenced-2017_fKVnazB.pdf