Zwangsarbeit

Willkürliche Verhaftung und Sklaverei

Im chinesischen Arbeitslagersystem werden Menschen ohne Gerichtsverfahren oder Strafanzeige willkürlich festgehalten und zu Arbeitssklaven gemacht. Seit Verfolgungsbeginn im Juli 1999 wurden Hunderttausende von Falun Gong-Praktizierenden in unzähligen solcher Lager in ganz China inhaftiert.

Ethan Gutmann spricht in seinem Buch "The Slaughter" (S. 389, deutschsprachige Ausgabe) von schätzungsweise durchschnittlich 450.000 bis zu einer Million darin festgehaltenen Falun Gong-Praktizierenden.

Bei sibirischer Kälte des nordostchinesischen Winters oder in der stickigen Hitze unbelüfteter Räume, die durchdrungen sind vom Gestank organischer Lösungsmittel oder Fäkalien, arbeiten die Häftlinge bis zu 20 Stunden pro Arbeitstag. Wer sich weigert, wird geschlagen, gefoltert oder dem Hungertod ausgesetzt.

Viele der in diesen Lagern hergestellten Produkte, von Weihnachtsdekoration über Spielwaren bis hin zu Essstäbchen, werden in Europa, den USA und Australien angeboten.

Augenzeugenberichte

Die Falun Gong-Praktizierende Jennifer Zheng berichtete, dass sie im Pekinger Zwangsarbeitslager Xin'an regelmäßig 21 Stunden am Tag arbeiten musste. Von fünf Uhr morgens bis gegen zwei oder drei Uhr nachts musste sie an Stoffhasen für die Pekinger Firma Mickey Toys GmbH arbeiten (Berichten zufolge waren sie von der Firma Nestlé in Auftrag gegeben worden). "Ich war so erschöpft, dass ich nicht mehr bis zehn zählen konnte." Zurück in Australien fand sie die gleichen Stoffhasen dort in den Ladenregalen vor.

Einkommen für die Polizisten

Eine anderer Augenzeuge berichtet über die Herstellung von Essstäbchen im Pekinger Arbeitslager des Bezirks Daxing. "Die zu verpackenden Essstäbchen waren beliebig auf dem Boden aufgetürmt und die Arbeiter liefen häufig mit nackten Füßen darüber. Die Arbeit der Insassen war es, die Essstäbchen in Papierverpackungen zu füllen, die mit einer Beschriftung des Ministeriums für Hygiene und Seuchenschutz versehen waren; allerdings wurden die Gefangenen keinerlei Maßnahmen zum Seuchenschutz oder der Hygiene unterzogen. Viele von ihnen hatten Hautkrankheiten, Krätze, einige waren drogenabhängig oder es wurden bei ihnen sexuell übertragbare Krankheiten diagnostiziert. Die Einnahmen der unter Vertrag arbeitenden Zwangsarbeitslager wurden zum Einkommen für die Polizisten in den Arbeitslagern.“

Kosmetische Änderung

Am 15. November 2013, gab China die Abschaffung des langjährigen Systems der "Umerziehung durch Arbeit" bekannt, laut Bericht von amnesty international nur "eine kosmetische Änderung". Der am 17. Dezember 2013 erschienene Amnesty-Bericht zeigt, dass während Umerziehungslager geschlossen werden, vermehrt Gebrauch von sogenannten "schwarzen Gefängnissen", "Gehirnwäschezentren" und Zwangs-Drogenrehabilitationszentren gemacht wird. (Link: http://de.faluninfo.eu/2014/01/02/amnesty-international-china-wird-das-alte-repressionssystem-durch-ein-neues-ersetzt)

Eine wirkliche Reform würde bedeuten, dass Hunderttausende Falun Gong-Praktizierende bedingungslos freigelassen werden und das nicht nur aus dem Arbeitslagersystem, sondern auch aus einer Vielzahl anderer Gefängnisse, schwarzer Gefängnisse und Gehirnwäsche-Zentren. Es würde bedeuten, dass die Rechte, die in der chinesischen Verfassung verankert sind, auch den Falun Gong-Praktizierenden gewährt werden.

„Für den Triumph des Bösen ist nur eines notwendig: Dass die guten Menschen nichts tun...“

Edmund Burke

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AKTUELLES

Amnesty International: China: Wird das alte Repressionssystem durch ein neues ersetzt?

17. Dezember 2013 - Amnesty International befürchtet, die Abschaffung der Arbeitslager zur Umerziehung in China sei nur eine kosmetische Änderung. Der heute erschienene Amnesty-Bericht zeigt, dass während Umerziehungslager geschlossen werden, vermehrt Gebrauch von sogenannten "schwarzen Gefängnissen", "Gehirnwäschezentren" und Zwangs-Drogenrehabilitationszentren gemacht wird. WEITERLESEN

Wir schließen die Arbeitslager sagt die KP Chinas – zeitgleich neue Welle von Gehirnwäsche und Misshandlung

FDI – Westliche Medienberichte haben die Entscheidung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), das in aller Welt berüchtigte System zur Umerziehung durch Arbeit zu schließen, zum größten Teil als Fortschritt auf dem Gebiet der Menschenrechte dargestellt. Gleichzeitig jedoch demonstriert eine neue Kampagne, die darauf abzielt, Millionen von Falun Gong-Praktizierenden in China einer Gehirnwäsche unter Anwendung psychischer und physischer Folter auszusetzen, dass Pekings Unterdrückungsmechanismen so intakt und in Gebrauch bleiben wie bisher. WEITERLESEN

05-12-2013Zwangsarbeit

Falun Gong-Praktizierender stirbt vier Tage nach seiner Festnahme in Polizeigewahrsam

Pressemitteilung – Wie das Falun Dafa-Informationszentrum erst vor Kurzem erfahren hat, starb ein 38-jähriger Mann aus Zentralchina  in Polizeigewahrsam vier Tage, nachdem er verhaftet worden war. Laut Berichten seiner Angehörigen war die Leiche von Herrn Yang Zhonggeng übersät mit Blutergüssen und Schwellungen; die  örtliche  Staatssicherheitsbehörde behauptete jedoch, er habe Suizid begangen. WEITERLESEN

20-10-2013Zwangsarbeit

China: Folteropfer und Menschenrechtsaktivist spurlos verschwunden

Berlin (FDI) – Im Vorfeld des 4. Juni 2013, dem Jahrestag des Massakers auf dem Tiananmen-Platz in Peking, ist Du Bin, Fotograf der New York Times in Peking spurlos verschwunden. Du Bins Dokumentarfilm „Above the Ghosts' Heads: The Women of Masanjia Labour Camp" (Über den Köpfen der Geister: Die Frauen im Masanjia-Arbeitslager) über die Foltervorgänge im Masanjia-Arbeitslager löste weltweites Entsetzen aus und hat Du offensichtlich zu einem Ziel des chinesischen Staatssicherheitsapparats gemacht. Du ist seit dem 31. Mai 2013 nicht mehr gesehen worden. WEITERLESEN

04-06-2013Folter
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