Bilanz April 2019: Insgesamt 688 Falun-Dafa-Praktizierende in China verhaftet

12.06.2019 Verhaftungen

Nach den Informationen, die bei Minghui.org eingegangen sind, wurden im Monat April 2019 in China 688 Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet und 434 weitere schikaniert, weil sie ihren Glauben nicht aufgaben.

Angesichts der strengen Informationszensur in China können die gesamten Verfolgungsfälle nicht immer rechtzeitig gemeldet werden; die Informationen sind schwer zugänglich.

Am 25. April jährte sich zum zwanzigsten Mal der friedliche Protest von Falun-Dafa-Praktizierenden vor dem staatlichen Petitionsbüro in Peking im Jahr 1999. Sie hatten damals die Freilassung mehrerer Praktizierender gefordert, die Tage zuvor zu Unrecht verhaftet worden waren. Der 25.4. ist zu einem politisch sensiblen Datum für das kommunistische Regime geworden, und die Polizei verhaftet jedes Jahr um diese Zeit herum viele Praktizierende. „Sensibles Daten“ sind Tage, an denen das Regime Protestaktionen von Regimegegnern oder anderen unterdrückten Minderheiten befürchtet. Deshalb kontrolliert sie diese an solchen Tagen besonders scharf. Im April dieses Jahres wurden in ganz China mehrere Massenverhaftungen gemeldet.

Insgesamt 571 Praktizierende waren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch in Gefangenschaft. Die Verhaftungen fanden in 26 Provinzen und regierungsunmittelbaren Gemeinden statt. In 17 Regionen gab es Verhaftungen in zweistelliger Höhe, wobei die Provinz Sichuan die meisten Verhaftungen verzeichnete (89), gefolgt von 77 in der Provinz Heilongjiang und 69 in der Provinz Hebei.

 

Falun-Dafa-Praktizierende im April 2019 verhaftet und schikaniert

 Auch ältere Praktizierende wurden nicht von der Kampagne verschont: 117 der Zielpersonen (87 verhaftet und 30 schikaniert) sind zwischen 65 und 87 Jahre alt.

Anzahl der im April 2019 verhafteten oder schikanierten älteren Falun-Dafa-Praktizierenden

Darüber hinaus wurden die Wohnungen von 312 Praktizierenden durchsucht und sie erlitten finanzielle Verluste. Es wurden insgesamt 464.335 Yuan erpresst oder beschlagnahmt. Das sind umgerechnet ca. 60.000 Euro. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 Euro. Zudem wurden die Pensionszahlungen an sieben Rentner ausgesetzt.

Wang Yulans Familie aus der Stadt Haozhou in der Provinz Anhui gehörte zu den betroffenen Praktizierenden. Die Polizei verhaftete zehn Personen ihrer Familie und beschlagnahmte 300.000 Yuan (ca. 39.000 Euro), ein Auto und andere Gegenstände.

Zwei Praktizierende starben an den Folgen polizeilicher Schikanen. Yang Xiaohui aus dem Kreis Wen'an in der Provinz Hebei fiel in den Tod. Sie hatte versucht, der Polizei zu entkommen, indem sie von ihrem Balkon in der dritten Etage herunterklettern wollte. Xu Junming aus Peking mit gesundheitlichen Problemen starb Tage nach der Schikane durch die Polizei.

Leng Xuefei, 56, ist Rentnerin aus der Stadt Yueyang in der Provinz Hunan. Ihre Pensionszahlung wird seit Juni letzten Jahres ausgesetzt. Wegen ihres Glaubens verurteilte man sie zu Zwangsarbeitslager. Nach ihrer Freilassung 2002 verlor sie ihre Bleibe, da sich ihr Mann von ihr scheiden ließ. 2006 wurde sie zu vier Jahren Gefängnis und 2013 zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Aus Verzweiflung wollte sie ins Ausland zu ihrem Sohn ziehen. Aufgrund ihres Glaubens wurde ihr die Ausstellung eines Passes verweigert.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion de.minghui.org

Den vollständigen Artikel können Sie hier einsehen.

 

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