Ausgefeiltes Foltersystem im Frauengefängnis Hunan in China

Dieser Bericht beschreibt das Foltersytem im Frauengefängnis Hunan. Mit ausgefeilten Foltermethoden versuchen die Behörden die Falun-Dafa-Praktizierenden dazu zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben. Die hier eingesperrten Praktizierenden werden in der Regel in der „Umerziehungseinheit“ (später in „Hochsicherheitsabteilung“ umbenannt) festgehalten, wo sie körperlich und geistig schwer misshandelt werden.

Personal und Aufbau der Einrichtung

Im Jahr 2018 wurde Huang zum Direktor ernannt. Im selben Jahr bekam er Unterstützung durch den Politausbilder He. Li Jun, der stellvertretende Direktor, ist seit mindestens 14 Jahren an der Verfolgung der Praktizierenden beteiligt. Auch er gehört seit 2018 dem Personal in Hunan an.

Weitere Vorgesetzte sind Tu Wenli, der seit 8 Jahren an der Verfolgung beteiligt ist, und Tang Ying. Letzterer verfolgt die Praktizierenden seit 15 Jahren. Sie misshandelten nicht nur die Praktizierenden, sondern erpressten von den Häftlingen auch hohe Geldsummen. Im Austausch dafür erhielten die Insassen Hafturlaub oder Haftverkürzung. Auch bei einer rechtmäßigen Haftverkürzung stellten sie den Gefangenen oft 30.000 bis 40.000 Yuan [etwa 3.800 Euro bis 5.000 Euro] in Rechnung.

Die Beamtin Liu Qian ist seit 14 Jahren an der Verfolgung beteiligt. Sie hat eine Reihe von Methoden entwickelt, mit denen die Praktizierenden gezwungen werden sollen, ihren Glauben aufzugeben. Sie entscheidet, wie man Praktizierende misshandelt und wann die Folter beendet wird. Wenn es den Anschein hat, dass Praktizierende es nicht mehr aushalten können, ordnet Liu manchmal an, dass die Häftlinge die Praktizierenden trotzdem weiter misshandeln, bis „die Zeit reif ist“. Das bedeutet, dass sie sich sicher ist, den Punkt erreicht zu haben, an dem die Praktizierenden aufgeben werden.

Liu überprüft anhand mehrerer „Merkmale“ an einer Praktizierenden, ob sie vollständig „umerzogen“ wurde: a) wenn sie bereit ist, Medikamente einzunehmen, b) ob sie bereit ist zu töten, C) ob sie andere beschimpft, d) ob sie flucht und Falun Dafa bzw. seinen Begründer verflucht. Für Liu gilt: Je lauter jemand flucht, desto besser ist die Umerziehung gelungen.

Dann ist noch Zhang Yuyu zu nennen, der sich mit Psychologie beschäftigt und sich auf ideologische Schulung spezialisiert hat.

Die Hochsicherheitsabteilung

Diese Abteilung wurde 2015 in zwei Bereiche unterteilt.

Bereich 1

Im Jahr 2015 stellte dieser Bereich die Zwangsarbeit ein und konzentriert sich seitdem ganztätig auf die Gehirnwäsche der Praktizierenden. Wenn Praktizierende an ihrem Glauben festhalten, werden sie von Wärtern an einem besonderen Ort am Flurende hinter einem großen Bücherregal gefoltert. Die Praktizierenden werden verprügelt und müssen über einen langen Zeitraum regungslos stehen. Sie werden gefesselt und ihnen wird der Schlaf entzogen. Einige durften nur zwei oder drei Stunden schlafen. Die Betten bestehen aus feuchten Holzbrettern. Den Praktizierenden wird Kleidung und der Zugang zur Toilette vorenthalten. Ohne die Möglichkeit, die Kleidung zu wechseln, entstehen bei den gefolterten Praktizierenden oft Wunden an ihrem Unterkörper, die eitern und Geschwüre bilden. Ungeachtet dessen werden die Praktizierenden weiterhin der Gehirnwäsche unterzogen und müssen sich Falun Dafa diffamierende Videos anschauen.

Folterillustration: Falun-Dafa-Praktizierende werden gefesselt und am Gefängnisgitter aufgehängt.

Für jede Praktizierende werden vier oder fünf Häftlinge angewiesen, sie zu misshandeln. Sie verprügeln sie, hängen sie auf und schocken die Praktizierenden mit Elektroschocks. Sie zwingen die Praktizierenden, auf dem Bildnis des Begründers von Falun Dafa zu stehen. Unter diesem Druck geben einige Praktizierende gegen ihren Willen ihren Glauben auf.

Körperliche Bestrafungen dürfen in der Regel nicht länger als zweieinhalb Stunden dauern, aber das gilt nicht für Praktizierende. Wärter und Häftlinge bringen Praktizierende an Orte, die nicht von Überwachungskameras erfasst werden. Dann zwingen sie sie manchmal, die ganze Nacht regungslos im Waschraum zu stehen oder zu hocken.

Bereich 2

Der zweite Bereich befindet sich in einem abgelegenen Bereich des Gefängniskomplexes. Dort ist es feucht und es gibt keine Fenster. Im Winter und Frühling steht Wasser auf dem Boden. Im Sommer ist es extrem heiß.

Dieser Bereich ist in neun Zellen unterteilt. Den Praktizierenden ist es nicht erlaubt, miteinander in Kontakt zu treten. Jede Praktizierende erhält am Tag eine Tasse Wasser zugeteilt, ohne irgend etwas, womit sie sich waschen kann. Das Essen wird durch eine kleine Öffnung in der Tür gereicht. Man muss alles an einer Stelle tun: essen, trinken, urinieren und den Darm entleeren. Von der Art der Misshandlung dort ist kaum etwas bekannt. Schon nach wenigen Tagen sieht eine Praktizierende verwildert aus und befindet sich in einem extrem schlechten Zustand.

Dutzende Häftlinge werden ausgewählt, die Praktizierenden zu misshandeln. Eine von ihnen war die drogenabhängige Zeng Xia. Sie schlug Praktizierende, wenn diese „Falun Dafa ist gut!“ riefen. Die Wärter befahlen ihr, die Praktizierenden zu schlagen, sie zu fesseln oder zwangszuernähren. Obwohl die Gefängnisrichtlinien keine Drogenabhängigen im Hochsicherheitsbereich erlauben, machten die Wärter in ihrem Fall wegen ihrer Brutalität eine Ausnahme.

Die Gehirnwäsche-Einrichtung

Im Bereich 1 befindet sich eine Gehirnwäsche-Einrichtung. Zu den Beamten dort gehören Den Ying (Politischer Ausbilder), Zou Youhong (Aufseher), Li Jun, Liu Qian, Mao Huimin und Zwang Yuyu.

Praktizierende, die an ihrem Glauben festhalten, werden als psychotisch eingestuft. Sie werden gezwungen, nervenschädigende Medikamente einzunehmen. Die Gefängnisordnung schreibt vor, dass diese Medikamente von der Klinik verabreicht werden. Innerhalb der Hochsicherheitsabteilung werden die Medikamente von den Wärtern oder Häftlingen verabreicht. Solange Praktizierende an ihrem Glauben festhalten oder jemandem von Falun Dafa erzählen, werden sie von Wärtern und Häftlingen gezwungen, die Drogen einzunehmen.

Die meisten Praktizierenden wurden durch die körperlichen Misshandlungen verletzt oder behindert. Manche wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Sobald sich ihr Zustand etwas gebessert hat, werden sie wieder ins Gefängnis zurückgebracht und dort weiter misshandelt. Deswegen wurden einige Praktizierende verrückt, behindert oder starben.

Eines Tages Anfang 2009 trugen mehrere Häftlinge eine Praktizierende auf einem Stuhl in die Gefängnisklink. Diese Praktizierende kam aus der Gehirnwäsche-Einrichtung innerhalb der Hochsicherheitsabteilung. Die medizinische Untersuchung ergab, dass die inneren Organe schwer verletzt waren. Sie hatte schwere innere Blutungen und mehrere Rippenbrüche. Der Arzt stellte auch fest, dass die Praktizierende drei Stunden zuvor gestorben war. „Weißt du, das ist jetzt die sechste Falun-Dafa-Praktizierende, die hier zu Tode geprügelt wurde“, sagte der Arzt zu einer Insassin.

Nicht lange danach kam ein Einsatzfahrzeug mit mehreren Polizisten. „Das tun sie immer“, flüsterte eine Gefangene zu einer anderen. „Nachdem jemand gestorben ist, fälschen sie ein Dokument, in dem sie behaupten, dass die Wiederbelebung fehlgeschlagen sei. So wird niemand zur Verantwortung gezogen.“

Im eisigen Winter Anfang 2018 gab eine Praktizierende trotz der Misshandlungen ihren Glauben nicht auf. Die Gefangenen entkleideten sie vollständig. Dann musste sie über eine Woche lang regungslos im Waschraum stehen. Sie öffneten das Fenster, damit es so kalt wie nur irgend möglich war.

Beispiele für Folterungen

Die Wärter foltern die Praktizierenden regelmäßig mit Zwangsjacken. Je mehr das Opfer kämpft, desto enger wird es. Die Praktizierenden werden auch mit den Zwangsjacken aufgehängt. Das führt oft zu Atembeschwerden, Muskelschmerzen und Inkontinenz.

Cao Cuijun ist eine über 70-jährige Praktizierende aus dem Kreis Qidong. Ihr wurde eine Zwangsjacke angelegt und so wurde sie dann aufgehängt. Nach kurzer Zeit war sie inkontinent und verlor das Bewusstsein.

Deng Yue´e aus der Stadt Huaihua wurde einmal in eine Zwangsjacke gesteckt und darin eine Nacht lang aufgehängt. Danach musste sie sich, ohne sich zu bewegen, über zehn Stunden hinhocken. An den Oberschenkeln bildeten sich Blutergüsse, die an ihrer Unterwäsche klebten. Als sie sich umkleidete, lösten sich vom Oberschenkel großflächige Hautfetzen und es blutete. Deng wurde auf diese Art innerhalb einer Woche dreimal gefoltert.

Als Deng gegen die erlittene Misshandlung protestierte, zwangen die Wärter sie, die juristische Auslegung vom Obersten Gerichtshof und der Obersten Staatsanwaltschaft zu Artikel 300 des chinesischen Strafrechts zwanzig Tage lang abzuschreiben. Dieser Text wird von Beamten oft angewendet, um Praktizierende zu verurteilen. Deng musste den Text im eiskalten Winter 13 bis 14 Stunden täglich abschreiben, was sie extrem ermüdete. Sie verlor fast das Bewusstsein.

Qin Xiaolan aus Changde und Yang Tianlu aus Changsha mussten im Sommer in der prallen Sonne stehen. Nachdem sie ohnmächtig zu Boden gefallen waren, wurden sie notversorgt. Dann mussten sie weiter stehen. Zhang Xinqi aus Ningxiang musste 17 Tage lang 12 Stunden täglich stehen. Die Benutzung einer Toilette wurde ihr untersagt. Sie war über und über mit Urin und Kot verschmiert.

Als einmal eine Praktizierende morgens ihre Zähne putzte, schlug ihr eine Gefangene ins Gesicht. Auf die Frage nach dem Grund, sagte sie, dass die Praktizierende die Zähne zu laut geputzt habe. Als sich die Praktizierende rechtfertigte, stürzten sich alle Gefangenen auf sie und prügelten auf sie ein.

Yin Hong aus Changde murmelte etwas vor sich hin. Obwohl das nicht laut war, drückte eine Gefangene sie daraufhin auf den Boden und trat ihr auf den Mund. Yin Hong erlitt schwere Schwellungen.

Um ihrer Enttäuschung und Wut Luft zu machen, misshandeln einige Straftäter die Praktizierenden nach Belieben. Zu jeder Zeit hallt das Gefängnis vom Gebrüll der Wärter und Gefangenen wider. Ihr Geschrei vermischt sich mit den Geräuschen der Schläge auf die Praktizierenden und ihren Schmerzensschreien.

Die Anschrift des Frauengefängnisses Hunan:

528 Zhangxiang Straße, Bezirk Yuhua, Changsha, Provinz Hunan 410015, VR China

Die Postanschrift lautet: Postfach 2, Stadt Changsha, Provinz Hunan, VR China

Artikel veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion de.minghui.org

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